Nachdem die Erstsynchronisierung abgeschlossen wurde, überträgt vSphere Replication nur noch Datenblöcke, an denen Änderungen vorgenommen wurden. Der vSphere-Kernel erfasst eindeutige Schreibvorgänge auf der Festplattendatei der geschützten virtuellen Maschine. Er stellt sicher, dass nur die Blöcke, auf denen eindeutige Schreibvorgänge ausgeführt wurden, entsprechend der konfigurierten RPO-Vorgabe identifiziert und repliziert werden. Somit wird gewährleistet, dass nur eine minimale Datenmenge über das Netzwerk an den Zielstandort übertragen wird. Zudem können dadurch anspruchsvollere RPO-Werte eingehalten werden. Sobald die eindeutigen Daten übertragen wurden, ist eine erneute Übertragung dieser Daten nicht mehr erforderlich. Es werden lediglich Änderungen repliziert, und die entsprechenden Datenblöcke werden an die vSphere Replication-Appliance am Zielstandort übertragen.
Abbildung 3 – Replikationsdatenfluss vom vSphere-Agenten an die vSphere Replication-Appliance
Am Zielstandort werden die empfangenen Daten von der vSphere Replication-Appliance überprüft. Nur vollständig konsistente Daten werden anschließend per NFC-Protokoll (Network File Copy) auf die vSphere-Hosts im Zielcluster und somit auf die Festplatte geschrieben. Durch das Warten auf eine vollständig konsistente Blockgruppe wird gewährleistet, dass die virtuelle Replikatmaschine jederzeit wiederhergestellt werden kann – auch wenn die Daten während der Übertragung verloren gehen oder wenn es während der Übertragung zu einem Systemausfall kommt.
Aus Sicht der geschützten virtuellen Maschine ist der gesamte Prozess vollständig transparent. Es sind keinerlei Änderungen der Konfiguration oder der laufenden Managementabläufe erforderlich. Die Replikation ist vollständig integriert und vom Betriebssystem der virtuellen Maschinen unabhängig.