Lastausgleich

vSphere Storage DRS sorgt für den fortlaufenden Ausgleich von Storage-Auslastung und Storage-E/A-Last. Ressourcenengpässe werden vermieden und Anwendungs-Service-Level eingehalten. Die Verwendung von Storage DRS bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • Bereitstellung und Integration zusätzlicher Storage-Kapazitäten für einen Storage-Pool.
  • Nutzung neuer Kapazitäten.
  • Verbesserung der Service-Level für alle Anwendungen.
  • Höhere Produktivität der vSphere-Administratoren durch die Möglichkeit zur Überwachung und Verwaltung der zusätzlichen Infrastruktur.

Kontinuierliche Überwachung

Storage DRS überwacht fortlaufend die Storage- und E/A-Auslastung für einen vorab zugewiesenen Datastore-Pool. So wird für die intelligente Zuweisung von Storage-Ressourcen gesorgt, damit Sie Ihre Anforderungen an das Unternehmenswachstum erfüllen können. Die Storage DRS-Überwachung bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • Legen Sie durch Regeln und Richtlinien fest, wie Storage-Ressourcen virtuellen Maschinen zugewiesen werden.
  • Weisen Sie Geschäftsbereichen eine dedizierte Storage-Infrastruktur zu und erreichen Sie durch Storage-Volume-Pools eine höhere Storage-Auslastung.
  • Versetzen Sie Geschäftsbereiche in die Lage, innerhalb ihrer Storage-Pools virtuelle Maschinen einzurichten und zu verwalten und gleichzeitig der IT die zentrale Kontrolle über alle Storage-Ressourcen zu geben.

Unterbrechungsfreie Wartung

Wenn ein vSphere-Administrator einen Datastore-Cluster, für das Storage DRS aktiviert ist, in den Wartungsmodus versetzt, verschiebt Storage DRS die Festplattendateien der virtuellen Maschine auf einen anderen Datastore. Ein Datastore bleibt im Status „Entering Maintenance Mode“ (In den Wartungsmodus wechseln), bis alle virtuellen Festplatten auf andere Datastores im Cluster verschoben wurden. Storage DRS bietet Ihnen außerdem folgende Vorteile:

  • Platzierungsempfehlungen für die Stellen, auf die virtuelle Festplatten migriert werden können
  • Eine Fehlerliste, die Festplattendateien auf virtuellen Maschinen anzeigt, die nicht verschoben werden können, sowie die Gründe hierfür

Technische Details

Datastore-Cluster

vSphere 5.0 hat ein neues vCenter Server-Objekt eingeführt, das Datastore-Cluster genannt wird. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Datastores, die in einer einzigen Management- und Nutzungseinheit zusammengefasst werden. Wenn Sie einen Datastore-Cluster erstellen, kann Storage DRS die Storage-Ressourcen ähnlich wie vMotion DRS Rechenressourcen in einem Cluster verwalten.

Platzierungsempfehlungen

Storage DRS gibt auf Basis der Storage-Auslastung und E/A-Last Empfehlungen für die anfängliche Platzierung aus und trifft entsprechende Entscheidungen. Diese Empfehlungen minimieren die Risiken, die mit einer ungeeigneten Platzierung von Datenträger-Images für virtuelle Maschinen verbunden sind, und reduzieren die Auswirkungen von E/A-Engpässen und mangelnder Performance auf virtuellen Maschinen. Storage DRS wählt die beste Platzierung aus, basierend auf der niedrigsten Latenz und dem verfügbaren Speicherplatz.

Kontinuierlicher Lastausgleich

Wenn einer oder mehrere Datastores in einem Datastore-Cluster die vom Anwender konfigurierbaren Schwellwerte für Storage-Auslastung oder E/A-Latenz überschreiten, gibt Storage DRS Empfehlungen für den Lastausgleich aus. Im automatischen Modus trifft Storage DRS Storage vMotion-Entscheidungen zur Senkung der E/A-Latenz, sodass alle virtuellen Maschinen eine optimale Performance-Stufe beibehalten. Im manuellen Modus gibt Storage DRS Empfehlungen für den Lastausgleich aus, die ein Administrator genehmigen kann.

Storage DRS evaluiert die E/A-Last alle acht Stunden und gibt Empfehlungen auf der Basis der Ergebnisse aus. Die maximale E/A-Latenz ist standardmäßig 15 Millisekunden, und der Standardschwellwert für die Storage-Auslastung ist 80 Prozent.

Affinitätsregeln

Sie können optional Affinitäts- und Anti-Affinitätsregeln für die Festplattendateien Ihrer virtuellen Maschinen festlegen. Standardmäßig werden die Festplattendateien virtueller Maschinen auf dem gleichen Datastore gespeichert. Storage DRS bietet drei Arten von Affinitätsregeln, die Sie anwenden können:

  • VMDK Affinity (Standard) – Die virtuellen Festplatten einer virtuellen Maschine werden zusammen auf dem gleichen Datastore platziert.
  • VMDK Anti-Affinity – Die virtuellen Festplatten einer virtuellen Maschine mit mehreren virtuellen Festplatten werden auf verschiedenen Datastores platziert.
  • VM Anti-Affinity – Zwei spezifizierte virtuelle Maschinen, einschließlich zugeordneter Festplatten, werden auf verschiedenen Datastores platziert.

Datastore-Korrelation

Die Datastore-Korrelation ist ein erweiterter Mechanismus für den E/A-Lastausgleich in Storage DRS, mit dem ermittelt wird, ob zwei verschiedene Datastores den gleichen Satz von Festplattenspindeln auf einem Array verwenden. Wenn dies der Fall ist, werden Affinitätsregeln angewendet und die Festplattendateien der virtuellen Maschinen verschoben, um E/A-Engpässe zu vermeiden.

vSphere Storage DRS – Video

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