Informationen zum vSphere-Upgrade-Pfad

Das Upgrade Ihrer Umgebung auf vSphere 5.5 erfolgt in mehreren Phasen. Die in einer Phase aktualisierten Komponenten sind vollständig kompatibel mit Komponenten, die noch nicht aktualisiert wurden.

Phase 1: Führen Sie das Upgrade von VMware® vCenter Server™ mit VMware® vCenter™ Update Manager™ durch. Bevor Sie mit dieser Phase beginnen, sollten Sie eine Liste aller weiteren VMware-Lösungen in Ihrer Umgebung erstellen, z.B. VMware® vCloud Director® (vCD) und VMware® vCenter™ Site Recovery Manager™ (SRM). Ermitteln Sie dann mithilfe der Interoperabilitätsmatrix für VMware-Produkte, welche Versionen dieser Lösungen mit vCenter Server 5.5 kompatibel sind. In-Place-Upgrades auf vCenter 5.5 von vCenter-Version 4.0 und höher werden unterstützt. Alternativ können Sie vCenter 5.5 auch neu installieren.

Phase 2: Führen Sie das Upgrade der vSphere-Hosts auf vSphere 5.5 durch. Dies kann schrittweise erfolgen. Sie können die Hosts in einem Cluster nacheinander aktualisieren, nachdem Sie die jeweiligen virtuellen Maschinen mit VMware vSphere® vMotion® auf die anderen aktiven Hosts migriert haben. So können Sie Ihre vSphere-Hosts aktualisieren, ohne Ausfallzeiten der virtuellen Maschinen zu riskieren. In-Place-Host-Upgrades auf ESXi Version 5.5 von vSphere-Hosts mit ESX/ESXi 4.0, 4.1 und ESXi 5.0 und 5.1 werden unterstützt. Optional können Sie vSphere 5.5 neu installieren. Die Upgrade-Methoden für das Aktualisieren Ihrer vSphere-Hosts umfassen die Verwendung des ESXi-Installationsprogramms, des ESXCLI-Befehls über die ESXi Shell, von VMware vSphere® Update Manager™ und von Auto Deploy.

Phase 3: Führen Sie das Upgrade der virtuellen Maschinen durch. Aktualisieren Sie zunächst VMware Tools und dann optional die virtuelle Hardware. vSphere 5.5 bietet eine erweiterte Support-Matrix, sodass ältere Versionen von VMware Tools und ältere Versionen der virtuellen Hardware weiterhin in einer unterstützten Konfiguration auf neueren Versionen von ESXi ausgeführt werden können. Diese erweiterte Support-Matrix vereinfacht vSphere-Upgrades, denn Sie ermöglicht Ihnen, Ihre vCenter Server- und ESXi-Hosts sofort und Ihre virtuellen Maschinen im Lauf der Zeit in mehreren Phasen zu aktualisieren. vSphere 5.5 unterstützt die Ausführung von virtuellen Maschinen mit VMware Tools Version 4.x und 5.x sowie Versionen 4, 7, 8, 9 und 10 der virtuellen Hardware.

Für das Upgrade von virtuellen Maschinen müssen diese heruntergefahren werden. Planen Sie also entsprechende Ausfallzeitfenster für diesen Schritt ein. Mit vSphere Update Manager können Sie ein orchestriertes Upgrade der virtuellen Maschinen durchführen, bei dem VMware Tools und die virtuelle Hardware gleichzeitig aktualisiert werden.

Flussdiagramm zum VMware Tools-Upgrade:

Virtuelle Maschinen mit neueren Versionen von VMware Tools werden auf älteren ESX/ESXi 4.x-Hosts unterstützt. Weitere Informationen finden Sie in der vSphere-Kompatibilitätsmatrix.

Flussdiagramm zum Upgrade der virtuellen Hardware:

Neuere Versionen der virtuellen Hardware sind nicht abwärtskompatibel mit älteren ESX/ESXi-Hosts. Die virtuelle Hardware darf erst aktualisiert werden, nachdem alle vSphere-Hosts auf ESXi 5.5 aktualisiert wurden. Weitere Informationen finden Sie in der vSphere-Kompatibilitätsmatrix.

Phase 4: Zum Schluss führen Sie ein Upgrade Ihrer Datastores auf VMware vSphere® VMFS Version 5 durch. Dieses Upgrade kann ohne Betriebsunterbrechung der virtuellen Maschinen auf den Datastores erfolgen. vSphere 5.x unterstützt Datastores mit VMFS Version 3 vollständig, sodass Sie auch dieses Upgrade flexibel planen können.

Beim Upgrade von VMFS 3-Volumes auf VMFS 5 behält das aktualisierte VMFS-5-Volume die Partitionsmerkmale des ursprünglichen VMFS-3-Datastores bei. Bei großen VMFS-Volumes auf Shared Storage empfiehlt es sich, ein neues VMFS 5-Volume zu erstellen und die Daten mithilfe von Storage vMotion zu migrieren.