Deutscher Mittelstand: Über die Hälfte schon in der Cloud

Europaweite VMware-Studie stellt Bedeutung von Virtualisierung für Cloud Computing heraus

München, den 19. April 2011 – Virtualisierung ist eine entscheidende Grundlage für Cloud Computing. Dieser Ansicht sind 82 Prozent der in einer VMware-Studie befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) in Deutschland. Bei der vom unabhängigen Marktforschungsinstitut Dynamic Markets durchgeführten Studie wurden europaweit
1.616 IT-Entscheider aus Betrieben von bis zu 250 Mitarbeitern über ihre Einstellung zu Virtualisierung und Cloud Computing befragt. Neben 204 Mittelständlern aus Deutschland wurden auch Unternehmen aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Russland und Spanien befragt. Demnach rangieren deutsche KMUs beim Cloud Computing europaweit im Mittelfeld: Hierzulande haben mehr als die Hälfte (54%) Teile ihrer IT-Infrastruktur in die Cloud verlagert. Spitzenreiter ist Russland mit 79 Prozent, dicht gefolgt von Spanien mit 77 und Frankreich mit 63 Prozent. Am zurückhaltendsten sind derzeit noch die Niederländer: Hier lagern bislang nur knapp 40 Prozent der Befragten Teile ihrer IT-Infrastruktur in die Cloud aus.

Der von deutschen Mittelständlern am häufigsten genutzte Cloud-Service ist die Auslagerung von Speicher (68%). Im  Applikationsbereich sind es E-Mail-Dienste (55%) und Office-Anwendungen zum Bearbeiten von Dateien, Tabellen und Kalkulationen (53%). Dass Cloud Computing beim deutschen Mittelstand nicht nur ein rein bei der IT angesiedeltes Thema ist, zeigt, dass bei über einem Drittel der befragten Unternehmen die Geschäftsführung die Cloud-Strategie ihrer IT-Mannschaft unterstützt. Als größte Vorteile sieht das Management geringere Kosten bei der Instandhaltung der IT (42%) und der Hardware-Ausstattung (38%) sowie bei den damit einhergehenden reduzierten Stromkosten (31%), aber auch die höhere Produktivität und Zusammenarbeit des IT-Personals selbst.
Wenn es um den tatsächlichen Nutzen von Cloud Computing geht, geben 76 Prozent der deutschen KMUs an, nachhaltige Vorteile durch Cloud Computing zu erreichen. Dementsprechend plant auch rund ein Drittel seine Cloud-Aktivitäten in den nächsten zwölf Monaten auszubauen.

Virtualisierung als Grundlage für Cloud Computing
Für eine schnelle und flexible IT-Service-Bereitstellung, die durch Cloud-Umgebungen möglich wird, ist Virtualisierung eine wichtige technologische Basis. Sie trennt Anwendungen und Software-Dienste von der zugrunde liegenden Hardware. 75 Prozent der befragten deutschen Mittelständler haben bereits virtualisiert. Damit liegen sie über dem europaweiten Durchschnitt (73%) – Russland ist hier mit 96 Prozent um Längen vorn.

Europaweit haben schon 76 Prozent der Unternehmen, die auch virtualisieren, einen Teil ihrer IT-Infrastruktur in die Cloud verlagert – in Deutschland sind es 69 Prozent. Dass Virtualisierung eine maßgebliche bzw. hilfreiche technologische Grundlage für Cloud Computing ist, finden 82 Prozent der befragten Mittelständler, die Cloud-Services nutzen.

Dies bestätigt auch Martin Drissner, Brandleader Virtualization Solutions / System-Integration vom System- und Beratungshaus FRITZ & MACZIOL: „Technologische Grundlage für den Aufbau einer Cloud-Umgebung ist ein hoher Virtualisierungsgrad, idealerweise 100 Prozent. Nur so kann sichergestellt werden, dass Ressourcen flexibel verteilt und genutzt werden können.“ Drissner sieht im Cloud Computing einige Potenziale für den deutschen Mittelstand: „Die Cloud ist keine Revolution, sondern der nächste logische Schritt in der Entwicklung der IT. Cloud Computing vereinfacht und beschleunigt Prozesse und senkt Kosten. Beispielsweise kann durch die Überwachung der Auslastung der Server und das gezielte Hinweisen auf nicht optimal genutzte Ressourcen, die Anzahl verwaister virtueller Systeme verringert werden. Als Einstieg in das Cloud Computing empfehlen wir den Aufbau einer Private Cloud, also einer unternehmensinternen Lösung.“

Gründe für Virtualisierung
Waren die Punkte Kostenreduktion bei Hardware (35%), Instandhaltung (36%) und Strom (28%) früher oft die eigentlichen Treiber für Virtualisierung im Rechenzentrum, werden laut VMware-Umfrage Kriterien wie eine gesteigerte Verfügbarkeit der Anwendungen (31%), größere Agilität (30%) und besseres Disaster Recovery (28%) immer wichtiger. Auch der Aspekt Zeit- und Ressourcengewinn und somit die Möglichkeit, sich mehr innovativen Projekten widmen zu können als nur dem reinen „am Laufen halten“, ist für 27 Prozent der befragten deutschen Betriebe wichtig.

Dies zeigt auch das Beispiel der Energie Südbayern, die sich für die Virtualisierung mit VMware vSphere maßgeblich deshalb entschied, um eine Hochverfügbarkeit der Systeme und eine zuverlässige Ausfallsicherung zu erreichen, und um schnell und flexibel auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können: „Durch die erheblichen Performance-Steigerungen können wir auch SAP-Produktivsysteme virtualisieren. Dadurch bekommen wir eine höhere Verfügbarkeit und mehr Flexibilität“, so Jörg Heinke, Fachbereichsleiter Systemtechnik der Energie Südbayern. Der überregionale Energiedienstleister strebt in naher Zukunft eine 100 Prozent-Virtualisierung der Serversysteme an.

Auch bei der Südpfalzwerkstatt, einem produzierenden Zulieferunternehmen mit 190 festangestellten Mitarbeitern, sind neben der generellen Vereinfachung der IT-Infrastruktur Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit die ausschlaggebenden Gründe gewesen, ihre Serverlandschaft zu virtualisieren: „Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen kann es überlebenswichtig sein, dass ihre IT reibungslos funktioniert. Wenn wir als Zulieferer für einen internationalen Großkonzern aus dem Automotive-Bereich unsere Produktionszeiten aufgrund eines Server-Ausfalls nicht einhalten könnten, wäre das katastrophal. Durch den einheitlichen Failover-Schutz der in VMware vSphere integrierten High Ability sind wir vor Hardware- und Betriebssystemausfällen unseres auf zwei Standorte verteilten Rechenzentrums optimal geschützt“, so Mathias Rucker IT-Leiter der Südpfalzwerkstatt gGmbH.

Über die Studie
Im Zeitraum vom 26. Januar bis 16. Februar 2011 wurden in acht europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Spanien und Russland) 1.616 IT-Entscheider aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (ein bis 250 Mitarbeiter) von der Marktforschungsgesellschaft Dynamic Markets zu Virtualisierung und Cloud Computing befragt. In Deutschland wurden 204 Unternehmen aus den verschiedensten Branchen untersucht.

Über VMware
VMware bildet mit seinen Lösungen für die Virtualisierung und Cloud-Infrastrukturen die Basis für das Computing von morgen. Unternehmen jeder Größe haben mit Virtualisierungslösungen von VMware die Möglichkeit, ihre IT zu verschlanken und im Management zu vereinfachen sowie im Hinblick auf Prozesse und künftige Geschäftsentwicklungen flexibel und hochverfügbar zu gestalten – egal ob auf externen oder eigenen Plattformen. Kunden vertrauen der führenden Virtualisierungsplattform VMware vSphere, um Investitionen und laufende Ausgaben einzusparen, Business Continuity zu garantieren, ein höheres Sicherheitsniveau zu erreichen und ökologische Ziele wie Energieeinsparung umzusetzen. Mit mehr als 250.000 Kunden, über 25.000 Partnern und einem Umsatz von 2,9 Milliarden US-Dollar in 2010 ist VMware weltweiter Marktführer für Virtualisierung, das Thema mit fortwährend oberster Priorität für CIOs. VMware hat seinen Firmenhauptsitz in Palo Alto, Kalifornien. Die deutsche Niederlassung des Unternehmens befindet sich in München. Weitere Informationen finden Sie unter www.vmware.de.

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