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VMware vSphere-Architekturen im Vergleich

vSphere ESX-Architektur: In der ursprünglichen vSphere ESX-Architektur wird der Virtualisierungskernel (VMkernel) durch eine Managementpartition erweitert, die als Konsolenbetriebssystem bekannt ist (auch als COS oder Servicekonsole bezeichnet). Der Hauptzweck des Konsolenbetriebssystems besteht darin, eine Managementschnittstelle im Host bereitzustellen. Verschiedene VMware-Management-Agents werden im Konsolenbetriebssystem zusammen mit anderen InfrastrukturserviceAgents (z.B. Namens-Service, Zeit-Service, Protokollierung usw.) bereitgestellt. In dieser Architektur haben zahlreiche Kunden andere Agents von Drittanbietern implementiert, um spezielle Funktionen wie Hardwareüberwachung und Systemmanagement bereitzustellen. Darüber hinaus haben sich einzelne Admin-Anwender am Konsolenbetriebssystem angemeldet, um Diagnosebefehle und -skripte auszuführen.

Neue vSphere ESXi-Architektur: Bei der neuen vSphere ESXi-Architektur wurde das Konsolenbetriebssystem entfernt und alle VMware-Agents werden direkt im VMkernel ausgeführt. Infrastrukturservices werden über im VMkernel enthaltene Module direkt bereitgestellt. Andere autorisierte Drittanbietermodule, wie z.B. Hardwaretreiber und Überwachungskomponenten für Hardware, können ebenfalls im VMkernel ausgeführt werden. Auf dem System sind nur Module zulässig, die von VMware digital signiert wurden. Dadurch wird eine nahtlos gesperrte Architektur bereitgestellt. Indem die Ausführung willkürlicher Codes auf dem vSphere-Host verhindert wird, wird die Sicherheit des Systems erheblich verbessert.

Vergleich der Architekturen

vSphere ESX [~ 2 GB] vSphere ESXi [< 150 MB]

  • VMware- und Drittanbieter-Agents werden im Konsolenbetriebssystem ausgeführt.
  • Die meisten Managementfunktionen werden von Agents bereitgestellt, die im Konsolenbetriebssystem ausgeführt werden.
  • Anwender melden sich beim Konsolenbetriebssystem an, um Konfigurations- und Diagnosebefehle auszuführen.


  • VMware-Agents werden direkt im VMkernel ausgeführt.
  • Autorisierte Module von Drittanbietern können ebenfalls im VMkernel ausgeführt werden. Diese Module stellen spezielle Funktionen bereit.
    • Hardwareüberwachung
    • Hardwaretreiber
  • VMware-Komponenten und Komponenten von Drittanbietern werden unabhängig voneinander aktualisiert.
  • Der „Dual-Image“-Ansatz ermöglicht das Zurücksetzen auf ein früheres Image.
  • Auf dem System wird kein willkürlicher Code zugelassen.




Vergleich der älteren und neuen vSphere-Architektur

Vergleich der vorherigen Generation der ESX-Architektur mit der neuen innovativen ESXi-Architektur:

Funktion ESX ESXi 5.x
Servicekonsole Vorhanden Entfernt
Admin.-/Konfig.-CLIs COS + vCLI PowerCLI + vCLI (erweitert)
Erweiterte Fehlerbehebung COS ESXi-Shell
Skriptgesteuerte Installation Unterstützt Unterstützt
Systemstart über SAN Unterstützt Unterstützt
SNMP Unterstützt Unterstützt
Active Directory Integriert Integriert
HW-Monitoring Drittanbieter-Agents in COS CIM-Anbieter
Serielle Anschlüsse Unterstützt Unterstützt
Jumbo Frames Unterstützt Unterstützt
Schnelle Bereitstellung und zentrales Management von Hosts mit Auto Deploy Nicht unterstützt Unterstützt
Erstellung und Management individueller Images Nicht unterstützt Unterstützt
Sicherheit mit syslog Nicht unterstützt Unterstützt
Firewall-Schutz für Managementschnittstelle Unterstützt Unterstützt

Einen ausführlichen Vergleich finden Sie in diesem KB-Artikel.



VMware vSphere im Vergleich zu Angeboten anderer Anbieter

Hypervisor-Attribute VMware vSphere

Windows Server 2008 R2 SP1 mit Hyper-V Citrix XenServer 5.6 FP1
Geringer Speicherplatzbedarf


Speicherplatzbedarf 144 MB



> 3 GB bei Server Core-Installation



~10 GB mit vollständiger Windows Server-Installation


1 GB
Betriebssystemunabhängigkeit


Keine Abhängigkeit von einem Allzweck-Betriebssystem



Abhängig von Windows 2008 auf übergeordneter Partition


Abhängig von Linux auf Dom0-

Managementpartition
Optimierte Treiber


In Zusammenarbeit mit Hardwareanbietern optimiert


Generische Windows-Treiber


Generische Linux-Treiber
Erweitertes Arbeitsspeichermanagement


Möglichkeit zur Rückgewinnung nicht genutzten Arbeitsspeichers sowie Deduplizierung und Komprimierung von Speicherseiten


Nur Ballooning. Keine Deduplizierung und Komprimierung von Speicherseiten.


Nur Ballooning. Keine Deduplizierung und Komprimierung von Speicherseiten. Keine Anpassung der Arbeitsspeicherzuweisung basierend auf der VM-Nutzung.
Erweitertes Storage-Management


Kein integriertes Cluster-Dateisystem, keine Live-Storage-Migration


Kein integriertes Cluster-Dateisystem, keine Live-Storage-Migration, Storage-Funktionen unterstützen sehr wenige Arrays
Hohe E/A-Skalierbarkeit


Direktes Treibermodell


E/A-Engpass in übergeordnetem Betriebssystem


E/A-Engpass in Dom0-Managementbetriebssystem
Host-Ressourcenmanagement


Formung des Netzwerkverkehrs, Aufteilung der Ressourcen pro VM, Festlegung der Servicequalität-Prioritäten für Storage- und Netzwerk-E/A


Keine vergleichbaren Funktionen


Keine vergleichbaren Funktionen
Performance-Verbesserungen


AMD RVI, große Arbeitsspeicherseiten (Intel EPT), universelles 32-Wege-vSMP, VMI-Paravirtualisierung, VMDirectPath-E/A, PV-Gast-SCSI-Treiber


Große Arbeitsspeicherseiten, 

4-Wege-vSMP nur bei Windows 

Nur 2008- und Windows 7-VMs


Keine großen Arbeitsspeicherseiten, kein paravirtuelles Gast-SCSI-Gerät, inflexible SR-IOV-Technologie erforderlich
Virtuelle Sicherheitstechnologie


vShield Endpoint:Auslagerung von Antivirus und Anti-Malware


Keine vergleichbaren Funktionen


Keine vergleichbaren Funktionen
Flexible Ressourcenzuweisung


Hot Add-VM-vCPUs und -Arbeitsspeicher, VMFS Volume Grow, virtuelle Hot Extend-Festplatten, virtuelle Hot Add-Festplatten


Nur Hot Add (virtuelle Festplatten)


Keine vergleichbaren Funktionen
Erstellung und Management individueller Images


VMware Image Builder ermöglicht Administratoren die Erstellung von anwenderdefinierten Image-Profilen für unterschiedliche Bereitstellungstypen, wie ISO-Installationen, PXE-Installationen oder Auto Deploy.


Keine vergleichbaren Funktionen


Keine vergleichbaren Funktionen
Auto Deploy


vSphere Auto Deploy ermöglicht die schnellere Bereitstellung mehrerer Hosts. Neue Hosts werden basierend auf anwenderdefinierten Regeln automatisch bereitgestellt.


Komplexe Konfiguration in Systems Center Configuration Manager erforderlich


Keine vergleichbaren Funktionen
Firewall-Schutz für Managementschnittstelle


Die vSphere-Host-Firewall ist eine serviceorientierte und zustandslose Firewall, die die Managementschnittstelle des Hosts schützt. Die Konfiguration erfolgt über vSphere Client oder über die Befehlszeilenschnittstellen mit esxcli.


Keine vergleichbaren Funktionen


Keine vergleichbaren Funktionen
Erweiterte virtuelle Hardware


32-Wege-vSMP, 1 TB RAM pro VM, 3D-Grafikbeschleunigung ohne Hardware, Unterstützung von USB 3.0-Geräten, Unified Extended Firmware Interface (UEFI)


Nur 4-Wege-vSMP, 64 GB RAM pro VM


Nur 8-Wege-vSMP, 32 GB RAM pro VM




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