Funktionsübersicht

Herkömmliche Lösungen für Backup und Recovery von Daten sind teuer, langsam und komplex. Sie schreiben Daten auf Bänder, die sich nur schwer und mit viel Zeitaufwand wiederherstellen lassen. Im Gegensatz dazu ermöglicht vSphere Data Protection (vDP) schnelle festplattenbasierte Backups mit zuverlässiger Recovery.

Darüber hinaus erweitert vSphere Data Protection Advanced die Backup-Funktionen Ihrer vSphere-Plattform durch größere Skalierbarkeit und Integration auf Anwendungsebene für Ihre geschäftskritischen Anwendungen.

Bereitstellung von vDP als virtuelle Appliance – Diagramm

Bereitstellung von vDP als virtuelle Appliance – Diagramm

Effizientes Backup und Recovery

Ausgereifte vDP-Funktionen sorgen dafür, dass Ihre Backups planmäßig abgeschlossen und die Kosten trotz exponentiellen Datenwachstums niedrig gehalten werden:

  • Deduplizierung mit variabler Länge: Unterteilt Dateien in Untersegmente, um zu ermitteln, welche Untersegmente einmalig sind, und minimiert so die Anforderungen an den Backup-Storage. Erzielt die branchenweit höchsten Durchschnittsraten bei der Deduplizierung: 99 Prozent bei Dateisystemen und 96 Prozent bei Datenbanken.
  • Globale Deduplizierung: Reduziert den erforderlichen Backup-Storage zusätzlich durch Deduplizierung von Daten auf allen virtuellen Maschinen, die mit derselben Appliance verbunden sind.
  • Backup mit Nachverfolgung geänderter Blöcke (Changed Block Tracking, CBT): Arbeitet mit Deduplizierung mit variabler Länge, um die Auswirkungen von Backups auf das virtuelle Netzwerk zu reduzieren, indem täglich nur die eindeutigen Änderungen an die virtuelle Appliance übermittelt werden.
  • Wiederherstellung mit Nachverfolgung geänderter Blöcke: Im Gegensatz zu anderen Lösungen nutzt vDP auch den CBT-Prozess während der Wiederherstellung, um den Zeitaufwand für Data Recovery erheblich zu reduzieren.

Einfache Konfiguration und unkompliziertes Management

Herkömmliche Backup-Lösungen wurden für physische Umgebungen entwickelt und sind deshalb in virtuellen Infrastrukturen unnötig komplex. vDP wurde speziell für die Virtualisierungs- und Verwaltungsfunktionen der vSphere-Plattform entwickelt:

  • Vollständige Integration in vSphere: Das native Management über den vSphere Web Client ermöglicht Administratoren die Ausführung von Backup und Recovery über eine zentrale Oberfläche.
  • Einfache Bereitstellung und Verwendung: vDP wird als VM-Appliance bereitgestellt, ermöglicht deshalb eine einfache Einrichtung und erfordert nach der Bereitstellung nur eine minimale Konfiguration. Da Richtlinien entsprechend bestimmter Aufbewahrungsvorgaben und Zeitpläne definiert werden, lassen sich Backup-Pläne ganz einfach erstellen.
  • Wiederherstellung in einem Schritt: Die intuitive webbasierte Benutzeroberfläche ermöglicht eine einfache Wiederherstellung vollständiger virtueller Maschinen oder einzelner Dateien. Außerdem kann die IT-Abteilung durch die Self-Service-Wiederherstellungsoption für Anwender bezüglich Wiederherstellungsanfragen entlastet werden.

Zuverlässige Technologie

vDP wurde für die vSphere-Plattform entwickelt und wird als virtuelle Appliance bereitgestellt. Die Lösung basiert auf EMC Avamar, der marktführenden Backup- und Recovery-Lösung mit Deduplizierung, und wurde in Tausenden Rechenzentren erfolgreich bereitgestellt.

Lösungsarchitektur – Diagramm

Lösungsarchitektur

Technische Details

vDP wird als virtuelle Appliance mit vier Prozessoren (vCPUs) und 4 GB RAM bereitgestellt. Es sind drei Konfigurationen für Backup-Storage-Kapazität verfügbar: 0,5 TB, 1 TB und 2 TB, für die jeweils 850 GB, 1.300 GB und 3.100 GB an Storage-Kapazität benötigt werden. Eine sorgfältige Planung zur Sicherstellung der korrekten Dimensionierung ist empfehlenswert, da nach der Bereitstellung der Appliance keine zusätzliche Kapazität mehr hinzugefügt werden kann. Machen Sie Ihre Storage-Anforderungen von der Anzahl der zu sichernden virtuellen Maschinen, den enthaltenen Datenmengen, den Aufbewahrungszeiträumen und den typischen Datenänderungsraten abhängig. Diese Faktoren können stark variieren.

Verwenden Sie die Backup-Registerkarte der vDP-Oberfläche im vSphere Web Client, um einen Backup-Auftrag zu erstellen und zu bearbeiten. Führen Sie Backups auf der Image-Ebene einzelner virtueller Maschinen durch. Container wie Rechenzentren, Cluster und Ressourcenpools können ebenfalls für das Backup ausgewählt werden. Bei Containern werden alle virtuellen Maschinen, die sich bei der Ausführung des Backup-Auftrags darin befinden, gesichert. Virtuelle Maschinen, die später zum Container hinzugefügt werden, werden beim nächsten Backup gesichert. Ebenso sind die aus dem Container entfernten VMs nicht mehr in den Backup-Aufträgen enthalten, die täglich, wöchentlich oder monatlich geplant werden können.

vDP setzt CBT während Backups auf Image-Ebene ein. CBT kommt auch während Wiederherstellungen von virtuellen Maschinen auf Image-Ebene zum Einsatz, um die Geschwindigkeit und Effizienz zu steigern. Bei der Wiederherstellung fragt vDP über vSphere API for Data Protection (vADP) ab, welche Blöcke seit dem ausgewählten Wiederherstellungspunkt geändert wurden. vDP ermittelt automatisch den Workload beider Wiederherstellungsmethoden – die Wiederherstellung aller Blöcke oder die Berechnung und Wiederherstellung der geänderten Blöcke – und wendet die effizienteste Methode an.

Virtuelle Maschinen können auch an anderen Speicherorten wiederhergestellt und/oder während der Wiederherstellung umbenannt werden. Sie können eine virtuelle Maschine nach der Wiederherstellung auch hochfahren und sie vom Netzwerk trennen. So sind einfache probeweise Wiederherstellungen möglich, um sicherzustellen, dass virtuelle Maschinen geschützt sind und die Daten bei Bedarf wiederhergestellt werden können. (Hinweis: CBT wird nicht genutzt, wenn eine virtuelle Maschine an einem anderen Speicherort wiederhergestellt wird.)

Auswählen des Backup-Auftrags – Screenshot

Schnelle und einfache Wiederherstellung

Auswählen des Backup-Auftrags – Screenshot