Durchführen von Live-Migrationen

Die Live-Migration von VMware vSphere® ermöglicht die Migration virtueller Maschinen zwischen physischen Servern während des laufenden Betriebs ohne Ausfallzeiten. Die virtuelle Maschine behält ihre Netzwerkkennung und ihre Verbindungen bei, sodass ein nahtloser Migrationsvorgang gewährleistet ist. Der aktive Speicher und der exakte Ausführungszustand der virtuellen Maschine werden über ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk übertragen. Dies ermöglicht einen schnellen Wechsel von der Ausführung der virtuellen Maschine auf dem vSphere-Quellhost zur Ausführung auf dem vSphere-Zielhost. Für den gesamten Vorgang werden in einem Gigabit-Ethernet-Netzwerk weniger als 2 Sekunden benötigt.

  • Die Optimierung der virtuellen Maschinen in den Ressourcenpools erfolgt automatisch.
  • Hardwarewartung ist ohne Ausfallzeiten und Unterbrechung des Geschäftsbetriebs möglich.
  • Virtuelle Maschinen können von Servern mit Fehlfunktionen oder mangelhafter Performance ferngehalten werden.
Live-Migration virtueller Maschinen

Live-Migration virtueller Maschinen

Automatisieren und Planen von Migrationen

Mithilfe der automatisierten Migration von VMware vSphere vMotion können Sie die Durchführung von Migrationen zu bestimmten Zeiten ohne Eingriff eines Administrators planen. VMware vSphere Distributed Resource Scheduler, eine der automatisierten Migrationsfunktionen von vSphere, nutzt vMotion für die Optimierung der Performance von virtuellen Maschinen über vSphere-Cluster hinweg.

  • Sie haben die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere virtuelle Maschinen mit beliebigen Betriebssystemen und Hardware- und Storage-Konfigurationen zu migrieren, die von vSphere unterstützt werden (einschließlich Prüfliste).
  • Identifizieren der optimalen Platzierung einer virtuellen Maschine in Sekunden

Technische Details

Verwendung des Virtual Machine File System (VMFS)

Der gesamte Zustand einer virtuellen Maschine wird in einem Satz von Shared Storage-Dateien gekapselt, beispielsweise Fibre Channel, iSCSI-SAN (Storage Area Network) oder NAS (Network-Attached Storage). VMware vSphere VMFS ermöglicht mehreren VMware ESX-Installationen den gleichzeitigen Zugriff auf dieselbe virtuelle Maschine.

vMotion Migration – Schulungsvideo

vMotion Migration – Schulungsvideo

vMotion Migration – Schulungsvideo (21:46 Min.)

vMotion über Grenzen und große Entfernungen hinweg

Mit der Einführung von vMotion hat VMware das Konzept der unterbrechungsfreien Live-Migration revolutioniert. Mit vSphere 6.0 führt VMware die Innovation der Live-Migration von Workloads fort und bietet neue vMotion-Funktionen, welche die Grenzen von verteilten Switches und vCenter Servers überwinden. Zudem ist es nun möglich, vMotion über große Entfernungen von bis zu 100 ms Round Trip Time (RTT) auszuführen. Dank der zehnfachen Steigerung der RTT durch Long-Distance vMotion können Live-Workloads jetzt zwischen physischen Rechenzentren in New York und London migriert werden.

Storage vMotion-Integration

Bei VMware vSphere 5.1 und höher wird standardmäßiges vMotion mit VMware vSphere Storage vMotion in einer einzigen Migration kombiniert. Dies bedeutet, dass Sie Live-Migrationen einer virtuellen Maschine zwischen Hosts, Clustern oder Rechenzentren durchführen können, und zwar ohne Unterbrechungen oder Shared Storage zwischen den beteiligten Hosts.

Erhalten des Netzwerkstatus

Der zugrunde liegende vSphere-Host virtualisiert die Netzwerke, die von der virtuellen Maschine verwendet werden. Dies sorgt dafür, dass die Netzwerkkennung und die Netzwerkverbindungen der virtuellen Maschine auch nach der Migration beibehalten werden. Da bei der Migration einer virtuellen Maschine mit vMotion der exakte Ausführungszustand, die Netzwerkidentität und die aktiven Netzwerkverbindungen erhalten bleiben, werden Anwender von keinen Ausfallzeiten oder Unterbrechungen beeinträchtigt.

Transaktionsintegrität

vMotion kann den Inhalt des aktiven Arbeitsspeichers und den genauen Ausführungszustand der virtuellen Maschine über ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk übertragen, was einen Wechsel von der Ausführung der virtuellen Maschine auf dem vSphere-Quellhost zur Ausführung auf dem vSphere-Zielhost gestattet. vMotion sorgt durch Nachverfolgung der stattfindenden Arbeitsspeichertransaktionen in einer Bitmap-Datei dafür, dass der Übertragungszeitraum für Anwender nicht wahrzunehmen ist. Sobald der gesamte Arbeitsspeicher und Systemzustand auf den vSphere-Zielhost kopiert wurde, unterbricht vMotion die Ausführung der virtuellen Maschine auf dem Quellsystem, kopiert die Bitmap-Datei auf den vSphere-Zielhost und setzt die Ausführung der virtuellen Maschine auf dem vSphere-Zielhost fort. Dadurch wird die Transaktionsintegrität sichergestellt.