Reduzierte Bandbreitenanforderungen

vSphere Replication, die Replikations-Engine von VMware, kopiert nur geänderte Blöcke an den Recovery-Standort. Verglichen mit manuellen Replikationen des gesamten Systems der virtuellen Maschinen wird so eine geringere Nutzung der Bandbreite und die Einhaltung anspruchsvollerer RPOs (Recovery-Point-Objectives) ermöglicht. Replication bietet Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Nutzung einer Seed-Kopie der Daten der virtuellen Maschine während der Erstsynchronisierung
  • Effiziente Netzwerkauslastung durch die Verfolgung geänderter Festplattenbereiche, um so lediglich Delta-Replikationen durchzuführen

Keine Storage-Beschränkungen

vSphere Replication ist die einzige hypervisorbasierte Replikationslösung, die auf den individuellen Festplatten der virtuellen Maschinen (VMDK) ausgeführt wird. Dies ermöglicht die Replikation zwischen Datastores, die in einem beliebigen Storage gehostet sind.

  • Neuzuteilung älterer Storage-Ressourcen am Recovery-Standort
  • Einsatz verschiedener Storage-Technologien an Quell- und Zielstandort (z.B. SAN auf NAS, FC auf iSCSI)
  • Nutzung der sekundären Storage-Ressourcen nur für geschützte virtuelle Maschinen (nicht für die gesamte Umgebung)

Flexible Disaster Recovery-Konfigurationen

Konsistente Daten innerhalb der Anwendung und der virtuellen Maschinen mit nur einem Klick während der Konfiguration einer virtuellen Maschine für die Replikation

  • Automatische Integration in den Volume Shadow Copy Service (VSS) von Microsoft für konsistente Recovery-Kopien
  • Flexible RPOs mit Wiederherstellungszeiten zwischen 15 Minuten und 24 Stunden.
  • Kontrolle der VM-Replikation über vCenter Server
  • Skalierung pro Cluster auf mehrere Hundert virtuelle Maschinen möglich
  • Verwendung von mehreren Point-in-Time-Snapshots, um zu früheren bekannten Zuständen zurückzukehren

Technische Details

VM-Replikation auf Hypervisor-Ebene

Replication ist eine umfassend integrierte vSphere-Komponente. Sie stellt derzeit die einzig wahre VM-Replikations-Engine auf Hypervisor-Ebene dar. Geänderte Festplattenblöcke einer aktiven virtuellen Maschine werden vom primären Standort an einen sekundären Standort übermittelt. Dort werden sie auf die Festplatten der virtuellen Maschine übertragen, die eine Offline- bzw. Schutzkopie der virtuellen Maschine darstellen.

Agentengestütztes Replikationsmanagement

vSphere Replication beinhaltet einen Agenten, der als Teil des Core-Installationspakets von vSphere auf jedem Host bereitgestellt wird. Ein Satz virtueller Appliances ist über die Managementschnittstelle verfügbar. Der Agent sendet geänderte Daten einer aktiven virtuellen Maschine an die Appliance an einem Remote-Standort. Die Appliance fügt die Replikation den Festplattendateien der Offline-Version der virtuellen Maschine hinzu. Die Appliance verwaltet zudem den Replikationsprozess. Administratoren erhalten auf diese Weise einen Einblick in den Schutzstatus der virtuellen Maschinen und können diese mit wenigen Mausklicks wiederherstellen.

Anpassbare Recovery-Point-Objectives

Mithilfe der standardmäßigen vCenter Server-Managementschnittstelle kann die Replikation von bis zu 500 virtuellen Maschinen leicht konfiguriert werden. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf eine virtuelle Maschine und wählen Sie das Ziel für die Replikation aus. Sie definieren dabei mithilfe eines RPO-Werts, wie alt jede Kopie der virtuellen Maschine werden darf. vSphere Replication repliziert Daten anschließend stets auf der Grundlage des RPO-Werts. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Inhalt der virtuellen Maschinen niemals älter als in der definierten Replikationsrichtlinie ist.

VM-Synchronisierung und Seed-Kopien

vSphere Replication führt zunächst eine Erstsynchronisierung der virtuellen Quellmaschinen und der Replikationskopie durch. Bei Bedarf kann eine Seed-Kopie der Daten am Zielstandort gespeichert werden, um den Zeitaufwand und die erforderliche Bandbreite für die Erstreplikation zu minimieren. Eine Seed-Kopie einer virtuellen Maschine besteht aus der Festplattendatei der virtuellen Maschine, die über einen beliebigen Mechanismus am Zielstandort abgelegt werden kann. Eine Seed-Datei kann manuell erstellt oder kopiert werden. Dem Administrator stehen dabei verschiedene Übertragungsmöglichkeiten zur Auswahl, wie Offline-Kopien, FTP-Server, externe Datenträger oder auch ein ISO-Image oder einen Klon der virtuellen Maschine.

Intelligente Übertragungen

Nachdem die Erstsynchronisierung abgeschlossen wurde, überträgt vSphere Replication nur noch Datenblöcke, an denen Änderungen vorgenommen wurden. Der vSphere-Kernel erfasst eindeutige Schreibvorgänge auf geschützten virtuellen Maschinen. Er stellt sicher, dass nur die Blöcke, auf denen während der vordefinierten RPO eindeutige Schreibvorgänge ausgeführt wurden, identifiziert und repliziert werden. Dies reduziert den Netzwerkverkehr auf ein Minimum und ermöglicht anspruchsvolle RPOs. Eindeutige Daten müssen nur einmal übertragen werden. Es werden lediglich Änderungen repliziert und an die vSphere Replication-Appliance am Zielstandort übertragen.

Replikation im Hintergrund

Die Replikation der virtuellen Maschinen findet im Hintergrund statt und wird unabhängig vom Betriebssystem durchgeführt. Aus Sicht der geschützten virtuellen Maschine ist der gesamte Prozess vollständig transparent. Es sind keinerlei Änderungen der Konfiguration oder der laufenden Managementprozesse erforderlich.

VM-Replikation auf Hypervisor-Ebene – Diagramm

Geänderte Blöcke

VM-Replikation auf Hypervisor-Ebene – Diagramm

vSphere Replication-Konfiguration – Screenshot

Auswählen des RPO-Werts für mehrere virtuelle Maschinen

vSphere Replication-Konfiguration – Screenshot

Intelligente Übertragungen durch Replication – Diagramm

Replikationsdatenfluss vom vSphere-Agenten an die vSphere Replication-Appliance

Intelligente Übertragungen durch Replication – Diagramm