Funktionsübersicht

Die richtlinienbasierte Steuerungsebene ist die Managementschicht des „Software-Defined Storage“-Modells von VMware. Hierbei werden Storage-Abläufe durch einen standardisierten Ansatz automatisiert, der die heterogenen Storage-Ebenen in der virtuellen Datenebene umfasst.

Die Implementierung der richtlinienbasierten Steuerungsebene wird von VMware als richtlinienbasiertes Storage-Management (SPBM) bezeichnet. Dieses ermöglicht das gemeinsame Management folgender Komponenten:

  • vSphere Virtual Volumes – externer Storage (SAN/NAS)
  • Virtual SAN – Storage für x86-Server
  • Hypervisorbasierte Datenservices – vSphere Replication oder Drittanbieterlösungen durch die vSphere APIs für E/A-Filterung

Richtliniengesteuerte Automatisierung für Software-Defined Storage


SPBM ermöglicht die Erfassung der Storage-Anforderungen (Kapazität, Performance, Verfügbarkeit usw.) von Anwendungen in der Form von logischen Vorlagen, die als VM-Storage-Richtlinien bezeichnet werden. Durch die Festlegung oder Anpassung von Richtlinien automatisiert SPBM den umfassenden Provisioning-Prozess und ermöglicht die dynamische Steuerung der Storage-Service-Level einzelner virtueller Maschinen im laufenden Betrieb. Die Richtlinien werden außerdem zur Automatisierung der Überwachung und Sicherstellung der Compliance der Storage-Service-Level während des Lebenszyklus der Anwendung herangezogen.

Die durch die richtliniengesteuerte Automatisierung erreichte dynamische Kontrolle ermöglicht VMs eine agile Storage-Nutzung, was letztendlich zu einer schnelleren Bereitstellung neuer Anwendungen und Vereinfachung des Änderungsmanagements führt, da der VI-Administrator nicht länger vom Storage-Administrator abhängig ist, um Infrastruktur-Änderungsanforderungen nachzukommen. Der VI-Administrator kann Richtlinien jederzeit ändern und die erforderlichen Infrastrukturänderungen werden dank Automatisierung automatisch konfiguriert. Dies ermöglicht eine schnellere Anpassung an geschäftliche Veränderungen.

Erweiterbarkeit für Private Cloud-Bereitstellungen


Für die agile Bereitstellung von IT-Services in Private Cloud-Umgebungen und die Self-Service-Nutzung von Storage-Services für Anwendungsmandanten bietet SPBM Integrationspunkte in Rechenzentrumsmanagementtools, wie Skripts, sowie Cloud-Automatisierungslösungen, wie vRealize Automation (vormals vCloud Automation Center), PowerShell und OpenStack.

Durch die Automatisierung und Kontrolle mittels SPBM sind Organisationen in der Lage, das Storage-Management zu vereinfachen und IT-Kunden schneller einen Mehrwert zu bieten. Anwendungsadministratoren profitieren von Storage as a Service und werden bei der Bereitstellung von Services nicht länger durch die mit herkömmlichen Storage-Betriebsmodellen verbundenen Engpässe eingeschränkt.

Profilorientiertes Management auf herkömmlichem Storage


Für VMFS- und NFS-Datastores, die auf herkömmlichem LUN-basierten Storage ausgeführt werden, ermöglicht SPBM ein profilorientiertes Management basierend auf Vorabzuweisungen von Storage-Ressourcen und -Funktionen. Mit Storage-Richtlinien wird sichergestellt, dass nur Datastores, die die VM-Anforderungen erfüllen, zur Nutzung verfügbar sind, wodurch die VM-Platzierung sowie die Überwachung und Compliance der Service-Level vereinfacht werden.

Um die zur Steuerung mit SPBM offengelegten Storage-Profile zu ändern, muss erst eine Reihe geeigneter Funktionen auf der physischen Infrastruktur konfiguriert werden. Hierbei besteht ein Unterschied gegenüber Richtlinien für Software-Defined Storage, bei denen präzise Kombinationen aus Ressourcen und Datenservices dynamisch in Echtzeit, wenn nötig mit Granularität auf VM-Ebene, instanziiert werden können.