Durch die Automatisierung von Failover, Backup und Recovery in Ihrer virtuellen Infrastruktur können Sie sicherstellen, dass die Wiederherstellung nach ungeplanten Hardware-/Softwareausfällen oder Anwenderfehlern mit minimaler Ausfallzeit und einfacher erfolgt als bei herkömmlichen Failover-, Backup- und Recovery-Verfahren.
Automatisches Recovery mit High Availability-Clustern (HA-Cluster)
Fassen Sie die Hardwareressourcen mehrerer VMware ESX-Server in Pools zusammen und profitieren Sie von automatischem Recovery bei Systemausfällen mit VMware High Availability-Clustern. Managen Sie die Hardwareressourcen mehrerer VMware ESX-Server ohne Cluster-Administratoren oder Standby-Hardware, die für herkömmliche Cluster-Lösungen erforderlich sind. Erweitern Sie die Anwendungsunterstützung mit VMware HA-Clustern auf alle Anwendungen, statt die Hochverfügbarkeit auf nur einige wenige geschäftskritische Services zu beschränken. Die Erstellung von VMware HA-Clustern ist viel einfacher als die Einrichtung herkömmlicher Cluster. VMware vCenter Server, der zentrale Managementkern von VMware vSphere, enthält einen hilfreichen Cluster-Assistenten, der Sie Schritt für Schritt durch die Erstellung eines VMware HA-Clusters führt. Nach der Erstellung des Clusters können Sie VMware ESX-Server und virtuelle Maschinen im Handumdrehen hinzufügen und entfernen sowie Prioritäten für einzelne virtuelle Maschinen festlegen, wie z.B. Neustartprioritäten. Wenn Sie einen neuen VMware ESX-Server hinzufügen, werden alle Kapazitäten, die von den auf diesem Server ausgeführten virtuellen Maschinen nicht benötigt werden, dem Ressourcen-Pool des Clusters hinzugefügt. Das Management der VMware HA-Cluster ist viel einfacher als bei herkömmlichen Cluster-Lösungen: Informationen zu Clustern und den zugewiesenen virtuellen Maschinen, Konfigurationsdetails, Failover-Einstellungen und Flags für überlastete Cluster lassen sich einfach und übersichtlich anzeigen.
Backup ohne LAN-Anbindung
Es sind drei grundlegende Backup-Methoden zum Schutz der Daten in Ihrer virtuellen Infrastruktur verfügbar: Backups mit Agent, Backups über die Service-Konsole und Backups ohne LAN-Anbindung mit VMware Consolidated Backup.
Backup basierend auf Agenten
Das agentenbasierte Backup virtueller Maschinen funktioniert wie in nicht virtualisierten Rechenzentren. Auf jeder virtuellen Maschine wird ein Backup-Agent installiert. Der Agent wird über einen zentralen Backup-Server anhand eines definierten Zeitplans gestartet. Dann wird eine Kopie der virtuellen Maschine erstellt, die auf dem zentralen Backup-Server gespeichert wird. Dieser Vorgang ist ressourcenintensiv und mit Management-Overhead durch die Wartung der Agent-Software auf den einzelnen virtuellen Maschinen verbunden.
Backup basierend auf der Service-Konsole
Die Ausführung der Agent-Software auf der Service-Konsole in VMware ESX ist eine Verbesserung gegenüber agentenbasierter Backup-Lösungen, da hierdurch der Management-Overhead verringert und die Backup-Effizienz erhöht wird. Für das Backup mehrerer virtueller Maschinen ist nur ein Agent erforderlich. Dieses Backup ist jedoch weiterhin nicht sehr schnell und dazu ressourcenintensiv. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass nicht alle Anbieter Agent-Software innerhalb der Service-Konsole unterstützen.
VMware Consolidated Backup (VCB)
Wenn Sie Shared Storage nutzen, können Sie mit VMware Consolidated Backup (VCB) Backups virtueller Maschinen über einen zentralen Backup-Server durchführen, ohne Agent-Software auf den virtuellen Maschinen oder der Service-Konsole installieren zu müssen. VCB erstellt einen Snapshot der virtuellen Maschine und mountet diesen auf dem dafür vorgesehenen Backup-Proxy-Server. Der Backup-Prozess wird dann auf dem Proxy-Server ausgeführt, sodass die Auswirkungen auf die Ressourcen der virtuellen Maschinen nur minimal sind.
Schutz vor ungeplantem Komponentenausfall
Die Hypervisor-Plattform VMware ESX wurde mit integrierten Ausfallschutzfunktionen auf Komponentenebene konzipiert. Das integrierte Multipathing stellt die Verfügbarkeit von Shared Storage mit SAN-Multipathing für Fibre-Channel- und iSCSI-SAN sowie durch NIC-Teaming für NAS sicher. Darüber hinaus bietet das erweiterte NIC-Teaming für jede vernetzte virtuelle Maschine integriertes NIC-Failover und Lastausgleich für eine höhere Hardwareverfügbarkeit und Fehlertoleranz. Neue Richtlinien für NIC-Teaming ermöglichen Ihnen, mehrere aktive und Standby-Adapter zu konfigurieren. Die Teaming-Konfiguration kann für verschiedene Port-Gruppen auf demselben virtuellen Switch unterschiedlich sein; unterschiedliche Gruppen können sogar unterschiedliche Teaming-Algorithmen für dasselbe Team auswählen.
Hardwareunabhängiges Disaster Recovery
Herkömmliche Disaster Recovery-Lösungen sind meist teuer und unzuverlässig. Sie erfordern die kostspielige Hardwareduplizierung an eigens dafür eingerichteten Recovery-Standorten sowie viele komplexe und zeitaufwändige manuelle Abläufe. Die Fehlerquote ist aufgrund von Hardwareabhängigkeiten und nicht getesteten Failover-Prozessen oft sehr hoch. In einer virtuellen Infrastruktur können Sie Ihre Disaster Recovery-Strategie komplett umstellen und ein höchst zuverlässiges Failover Ihrer Services auf dem Recovery-Standort sicherstellen. Sie können Produktionsanwendungen in der gesamten x86-Infrastruktur schnell, zuverlässig und kostengünstig wiederherstellen, statt die Recovery-Optionen auf die geschäftskritischsten Anwendungen beschränken zu müssen. Mit den hardwareunabhängigen virtuellen VMware-Maschinen sind Ihre Anforderungen in Bezug auf den Recovery-Standort viel überschaubarer. Der gesamte Server wird als Image gespeichert. So können Anwendungs-, Daten- und Konfigurationsinformationen viel effizienter auf neue Maschinen migriert werden, was erheblich kürzere Recovery-Zeitvorgaben (Recovery Time Objectives, RTOs) im Vergleich zu herkömmlichen physischen Failover-Lösungen ermöglicht. Kurz: In einer virtuellen Infrastruktur können Sie mit Ihren Disaster Recovery-Plänen mehr Systeme kostengünstiger und zuverlässiger abdecken.
Automatisierung von standortweitem Disaster Recovery mit VMware vCenter Site Recovery Manager
„IT Service Continuity“ ist ein neuer Begriff, den wir zur Beschreibung des Produkts VMware vCenter Site Recovery Manager verwenden, das unübertroffene Disaster Recovery-Managementfunktionen und Rechenzentrumsautomatisierungbietet. Zusammen mit VMware vSphere und VMware vCenter Serverermöglicht der VMware vCenter Site Recovery Manager die Erstellung, das Testen und die Automatisierung von Disaster Recovery-Plänen, um eine schnelle, zuverlässige, kostengünstige und einfach zu verwaltende Recovery-Lösung zu erzielen.
Machen Sie den nächsten Schritt.
Informieren Sie sich über die Implementierung von stabilem Failover und Lastausgleich oder erfahren Sie Genaueres zur Sicherstellung der Verfügbarkeit kritischer IT-Services und Anwendungen mit VMware HA und VMware DRS.
