Der Zugriff auf Shared Storage in VMware vSphere-Umgebungen wird durch VMware vStorage VMFS ermöglicht, ein hochleistungsfähiges Cluster-Dateisystem, das speziell für virtuelle Maschinen entwickelt wurde.
Das für virtuelle Serverumgebungen entwickelte, konstruierte und optimierte Dateisystem VMware vStorage VMFS erhöht die Ressourcenauslastung, indem mehreren virtuellen Maschinen der gleichzeitige Zugriff auf einen konsolidierten Cluster-Storage-Pool ermöglicht wird. Darüber hinaus bildet VMware vStorage VMFS die Grundlage für verteilte Infrastruktur-Services, darunter die Live-Migration virtueller Maschinen und virtueller Laufwerkdateien sowie Distributed Resource Scheduling (DRS), Consolidated Backup und automatisches Disaster Recovery.
Als Dateisystem speichert VMware vStorage VMFS alle Dateien einer virtuellen Maschine in einem einzelnen Verzeichnis. Das Dateisystem wurde für die Unterstützung großer Dateien sowie für die Ausführung einer großen Anzahl kleiner paralleler Schreibvorgänge optimiert. Durch die automatische Handhabung der Dateien von virtuellen Maschinen stellt VMware vStorage VMFS die Kapselung der gesamten virtuellen Maschine sicher, sodass sie einfach in eine Disaster Recovery-Lösung eingebunden werden kann.
Bei der Auszeichnung von VMware Infrastructure 3 als Disaster Recovery-Produkt des Jahres 2006 durch TechTarget spielte VMware vStorage VMFS eine wichtige Rolle. Als logische Volume-Manager-Software ermöglicht VMware vStorage VMFS einer Schnittstelle den Zugriff auf Storage-Ressourcen, sodass unterschiedliche Storage-Typen (SAN, iSCSI und NAS) als Datastores für virtuelle Maschinen bereitgestellt werden können. Außerdem ermöglicht VMware vStorage VMFS das dynamische Wachstum dieser Datastores durch die Zusammenfassung von Storage-Ressourcen und somit das Wachstum eines Shared Storage-Ressourcen-Pools mit nur minimalen oder sogar ohne Ausfallzeiten.
VMware vStorage VMFS im Vergleich zu herkömmlichen Dateisystemen
Bei herkömmlichen Dateisystemen hat lediglich ein Server zu einem gegebenen Zeitpunkt Lese- und Schreibzugriff auf dieselbe Datei. VMware vStorage VMFS dagegen nutzt Shared Storage, um mehreren VMware ESX-Instanzen gleichzeitig den Lese- und Schreibzugriff auf dieselben Storage-Ressourcen zu ermöglichen.
Und durch verteiltes Journaling bietet VMware vStorage VMFS schnelle und stabile Recovery-Vorgänge über diese Ressourcen-Pools mit mehreren Servern hinweg. Darüber hinaus umfasst das Funktionsspektrum von VMware vStorage VMFS auch die für das Disaster Recovery erforderlichen Snapshots virtueller Maschinen und fungiert als Schnittstelle, die von VMware Consolidated Backup (VCB) für das Backup virtueller Umgebungen auf einem Proxy-Server genutzt wird.
VMware vStorage VMFS im Vergleich zu CFS- und CVM-Systemen
VMware vStorage VMFS bietet zwar nicht alle Funktionen, die Sie in anderen Cluster-Dateisystemen (Cluster File System, CFM) und Cluster Volume Management-Systemen (CVM) finden. Kein anderes CFS-/CVM-System bietet jedoch die Funktionen von VMware vStorage VMFS. Durch die verteilten Sperren von VMware vStorage VMFS wird eine bessere Verknüpfung zwischen der virtuellen Maschine und den zugrunde liegenden Storage-Ressourcen erzielt als bei jedem anderen CFS-/CVM-System. Dank der einzigartigen Funktionen von VMware vStorage VMFS können virtuelle Maschinen reibungslos und ohne Management-Overhead einem Cluster hinzugefügt werden.
Machen Sie den nächsten Schritt.
Informieren Sie sich über die Storage-Konnektivitätsoptionen bei der Verwendung von Fibre Channel oder nutzen Sie Ressourcen und Best Practices zur Bereitstellung von Shared Storage für virtuelle Maschinen.
