VMware

Viele der Best Practices für physische Storage-Umgebungen gelten auch für virtuelle Storage-Umgebungen. Es wird empfohlen, bei der Konfiguration Ihrer virtuellen Storage-Infrastruktur die folgenden Faustregeln zu beachten:

Konfigurieren und dimensionieren Sie Storage-Ressourcen zunächst für eine optimale E/A-Performance, dann für die Storage-Kapazität.

Berücksichtigen Sie neben der Gesamtkapazität für den Storage auch die Durchsatzkapazität. Stellen Sie sich zur Veranschaulichung ein sehr großes Parkhaus vor, das jedoch nur über eine Fahrspur zur Ausfahrt verfügt. Dieser Vergleich macht deutlich, dass der Durchsatz unabhängig von der Kapazität beeinträchtigt werden kann. Neben der Gesamtkapazität müssen daher auch die zur Verarbeitung des Datenverkehrsvolumens erforderliche Dimension sowie die Storage-Ressourcen berücksichtigt werden.

Stellen Sie die E/A-Anforderungen der Anwendungen in der Umgebung zusammen und dimensionieren Sie diese entsprechend.

Da Sie mehrere Workloads auf einer Gruppe von VMware ESX-Servern mit einem gemeinsam genutzten Storage-Pool konsolidieren, sollten Sie die Gesamtdurchsatzkapazität dieser Storage-Ressource nicht überschreiten. Wenn Sie den Durchsatz in der physischen Umgebung vor der Virtualisierung betrachten, können Sie eine Prognose für den Durchsatz erstellen, den jeder Workload in der virtuellen Umgebung generiert.

Treffen Sie Ihre Storage-Auswahl auf der Basis Ihres E/A-Workloads.

Ermitteln Sie die am besten geeigneten Protokoll-, Redundanzschutz- und Array-Funktionen anhand einer Zusammenstellung des gemessenen Workloads statt nur mithilfe einer Schätzung. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie den E/A-Durchsatz und die Kapazität Ihrer Anwendungen über einen Zeitraum von mehreren Tagen messen, bevor Sie diese in eine virtualisierte Umgebung migrieren.

Denken Sie daran, dass die Zusammenfassung von Storage-Ressourcen in Pools zwar die Auslastung erhöht und das Management vereinfacht, dies jedoch auch zu Konflikten führen kann.

Die Zusammenfassung von Storage-Ressourcen in Pools bringt enorme Vorteile mit sich, darunter eine höhere Ressourcenauslastung und ein einfaches Management. Durch sehr hohe Workloads kann es jedoch zeitweise zu einer Beeinträchtigung der Performance kommen. Für die meisten virtuellen Laufwerke ist es sinnvoll, ein gemeinsam genutztes VMFS-Volume zu nutzen. Ziehen Sie jedoch in Betracht, für virtuelle Laufwerke mit hohen E/A-Workloads ein eigenes VMFS-Volume oder RDM einzusetzen, um die Auswirkungen von Konflikten zu minimieren.


Machen Sie den nächsten Schritt.

Informieren Sie sich über die Storage-Konnektivitätsoptionen mit Fibre Channel, iSCSI und NAS oder erfahren Sie mehr über VMware-Storage-Produkte wie VMware Storage VMotion und VMware vStorage VMFS.