CEO von VMware skizziert auf der RSA-Konferenz die Notwendigkeit einer umfassenden IT-Sicherheitsarchitektur

  • Gelsinger plädiert für ein gemeinsames Rahmenwerk zur Koordination von Sicherheitsrichtlinien, Produkten und Personen
  • Technologie-Vorschau beleuchtet die Verschlüsselung in verteilten Netzwerken: sowohl zur koordinierten Verschlüsselung von Anwendungen als auch zur erweiterten Verschlüsselung über Private und Public Clouds hinweg
  • Weltweite Studie zeigt die fehlende Abstimmung zwischen der Geschäftsführung und den IT-Verantwortlichen, wenn es um Sicherheitsprioritäten, Lösungsansätze und Definitionen der zu sichernden Dateien geht

San Francisco/ RSA-Konferenz/München – 3. März 2016 –In seiner Keynote auf der RSA-Konferenz hat der CEO von VMware, Pat Gelsinger, das derzeit bedeutendste Hindernis für die IT-Sicherheit beleuchtet: Hochkomplexe IT-Architekturen, die verhindern, dass IT-Sicherheitsteams bei ihrer eigentlichen Aufgabe – dem Schutz von Anwendungen und Daten – erfolgreich sind. Durch die Einführung eines gemeinsamen Rahmenwerks können Unternehmen ihre Sicherheitsanforderungen mit innovativen Sicherheitslösungen verbinden, die sowohl das Rechenzentrum als auch die Cloud miteinbeziehen. Gelsinger hat auch die Forschungsergebnisse der von VMware gesponserten Studie „The Economist Intelligence Unit“ (EIU) präsentiert. Diese zeigen deutliche Abstimmungsprobleme zwischen den Geschäftsführenden und den IT-Verantwortlichen, wenn es um Investitionen in die Cyber-Sicherheit, die Prioritäten beim Schutz vor Cyber-Angriffen und die richtig getimte Reaktion auf größere Cyber-Attacken auf das Unternehmen geht.

„In der IT-Sicherheitsbranche gibt es derzeit einen enormen Innovationsschub. Erforderlich ist jetzt ein ordnender Rahmen – eine echte Architektur, an der sich alle wichtigen Akteure orientieren können, sodass die IT-Sicherheit Teil der Architektur wird“, sagte Pat Gelsinger, CEO von VMware. „Wenn wir die Dynamik der Bereitstellung vertrauenswürdiger IT-Services in einer verwundbaren Infrastruktur ändern, eröffnen sich für die IT-Sicherheit neue Wege.“

Gelsinger hat gezeigt, wie die Virtualisierung die Basis für eine umfassende Architektur schafft, mit deren Hilfe IT-Sicherheit und technologische Infrastrukturen miteinander integriert werden können. Die Virtualisierung ist ein Layer zwischen der physischen Infrastruktur und den Anwendungen. Damit ist sie perfekt positioniert, um die Endpunkt- und Netzwerkspezifischen Kontrollen auf die zu schützenden Anwendungen abzustimmen. Virtualisierung ist zu einem weitverbreiteten Layer in der Infrastruktur geworden, der Server, Netzwerke und Speicher abdeckt und Private wie Public Cloud-Umgebungen umfasst.

In der Keynote präsentierten Gelsinger und Tom Corn, Senior Vice President of Security Products bei VMware, eine Vorschau auf die durch VMware NSX ermöglichte Verschlüsselung in verteilten Netzwerken. Traditionell ist Verschlüsselung außerordentlich komplex. Die Vorführung zeigte, wie Daten während der Übertragung als auch gespeicherte Daten (Data-at-rest) einfach per Drag und Drop auf eine Anwendung verschlüsselt werden können. Außerdem zeigte die Vorführung die Erweiterung der Technologie auf Private Clouds wie Amazon Web Services.

Studie verdeutlicht eklatante Abstimmungsprobleme bei der IT-Sicherheit weltweit
Neben seiner Forderung nach einer umfassenden IT-Sicherheitsarchitektur hat Gelsinger zudem die Ergebnisse der EIU-Studie vorgestellt. Diese belegen, dass es bei der Abstimmung zwischen den Verantwortlichen in der Geschäftsführung und in der IT hinsichtlich der Cyber-Sicherheit, Abwehrbereitschaft und Reaktionsfähigkeit bei unmittelbar bevorstehenden Attacken noch viel zu tun gibt. Die EIU-Studie kam insbesondere zu folgenden Ergebnissen:

  • IT-Sicherheitsverantwortliche sehen die Internetsicherheit als oberste Unternehmenspriorität an. Diese Ansicht teilen jedoch nur fünf Prozent der Verantwortlichen in der Geschäftsführung.
  • Geschäftsführung und IT-Sicherheitsverantwortliche sind sich nicht einig, welche Unternehmenswerte am dringendsten geschützt werden müssen: Führungskräfte aus der Geschäftsleitung konzentrierten sich auf strategische Werte wie den Ruf des Unternehmens. IT-Sicherheitsverantwortliche verfolgen hingegen einen taktischen Ansatz, der sich auf den Schutz von Daten und Anwendungen fokussiert.
  • Über 30 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen erwarten einen großen, erfolgreichen Angriff innerhalb von 90 Tagen, während nur 12 Prozent der Führungskräfte aus der Geschäftsleitung diese Meinung teilen.
  • Die Erwartungen bezüglich des Sicherheitsetats unterscheiden sich bei Business- und IT-Verantwortlichen deutlich. Fast 30 Prozent der IT-Verantwortlichen erwarten in den kommenden zwei Jahren eine deutliche Erhöhung des Sicherheitsetats. Im Gegensatz dazu prognostizieren weniger als 10 Prozent der Unternehmenslenker einen deutlichen Anstieg beim Budget, obwohl sie der Meinung sind, dass eine „unterfinanzierte IT-Sicherheit“ für ihr Unternehmen das drittgrößte Risiko bzw. die drittgrößte Schwachstelle darstellt.
  • In einem wichtigen Bereich sind sich jedoch die Geschäftsleitung und IT-Verantwortlichen einig: Die Bedrohung durch das Unbekannte bereitet ihnen Sorgen. Kritische Bedrohungen, die von beiden Gruppen benannt wurden, gehen von Ressourcen und Daten aus, die aktuell und womöglich ohne Kenntnis in der Cloud gespeichert sind. Sorgen bestehen auch bezüglich sich schnell durch das Internet bewegender, unbekannter Bedrohungen sowie unbekannter Nutzer und Geräte, die auf die Netzwerke und Systeme des Unternehmens zugreifen können.

Die gesamten Ergebnisse der EIU-Studie können hier abgerufen werden.

Hintergrund der EIU-Studie:
Januar bis Februar 2016 befragte EIU mit Unterstützung von VMware 1.100 Führungskräfte zu den Datensicherheitsmethoden in ihren Unternehmen. Aus den Teilnehmern der Befragung wurden zwei Untergruppen gebildet, um die Ansichten des Managements und der leitenden IT-Sicherheitsverantwortlichen im Unternehmen insgesamt und innerhalb der Sicherheitsabteilungen darzustellen. Die Untergruppe der Führungskräfte im Bereich Business bestand aus 282 Teilnehmern, darunter CEOs, CFOs, COOs, Chief Sales Officers, Chief Strategy Officers und Managing Directors. Die Untergruppe der leitenden IT-Sicherheitsverantwortlichen bestand aus 272 Teilnehmern, darunter CIOs, Chief Security Officers und Chief Data Officers. Die Umfrageergebnisse beruhen auf den Aussagen von Unternehmen mit Umsätzen zwischen 500 Millionen und 10 Milliarden US-Dollar und gleichmäßig verteilten Standorten in Nord- und Südamerika, der asiatisch-pazifischen Region sowie 16 europäischen Ländern. Die teilnehmenden Unternehmen kamen aus 20 Branchen, wobei keine Branche einen Anteil von mehr als 14 Prozent hatte.

Über VMware
VMware, weltweit führendes Unternehmen für Virtualisierung und Cloud-Infrastruktur, ermöglicht Unternehmen Wachstum und Innovation in der Cloud Ära. Mit VMware können Kunden die digitale Transformation vorantreiben, indem sie IT-Ressourcen bedarfsgerecht bereitstellen und sicher betreiben können. Mit einem Umsatz von 6,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 verfügt VMware über 500.000 Kunden und über ein globales Partnernetzwerk aus 75.000 Partnern. Das IT-Unternehmen hat seinen Firmenhauptsitz im kalifornischen Silicon Valley mit Niederlassungen über den ganzen Globus. Die deutsche Geschäftsstelle befindet sich in München-Unterschleißheim. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.vmware.com/de.

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