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Was ist ein digitaler Arbeitsplatz?


Ein digitaler Arbeitsplatz ist ein technologisches Framework, das die Elemente der IT-Ressourcen eines Unternehmens, einschließlich Anwendungen, Daten und Endpunkte, verwaltet und zentral steuert. Außerdem bietet ein digitaler Arbeitsplatz Anwendern jederzeit, überall und von jedem Gerät aus Zugriff auf Anwendungen, unabhängig davon, ob sich diese On-Premises oder in einer oder mehreren Clouds befinden.

 

Diese Konzentration digitaler Unternehmensressourcen an einem einzigen virtuellen Standort vereinfacht das Management über eine zentrale, Cloud-basierte Konsole. Gleichzeitig profitieren Anwender von sicherem Remote-Zugriff sowohl über unternehmenseigene als auch über BYOD-Geräte.

 

Durch Entkoppeln des physischen Client-Geräts von der Arbeitsumgebung wird es weniger wichtig, welches Gerät für den Zugriff verwendet wird. Anwender genießen unabhängig vom Client-Gerät eine konsistente Anwendererfahrung (UX).

The Digital Workspace for Dummies

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Anwender greifen auf die Ressourcen in einem digitalen Arbeitsplatz über Client-Anwendungen für digitale Arbeitsplätze zu. Diese Anwendungen sind im Allgemeinen als native Anwendungen auf einer Vielzahl von Geräteplattformen sowie auch als webbasierte Anwendungen verfügbar. Sie bieten unabhängig von Gerät oder Zugriffsmethode eine vertraute Benutzeroberfläche.


Ein digitaler Arbeitsplatz zeichnet sich in der Regel durch folgende Funktionen aus:

  • Konsistentes, einheitliches Management aller Mobil- und Desktop-Geräte
  • Single Sign-On (SSO) für mehr Sicherheit
  • Verbesserte Sicherheit beim Surfen im Internet und beim Zugriff auf „Software as a Service“(SaaS)-Anwendungen
  • Virtualisieren von Anwendungen und Anwender-Desktops
  • Automatisierte Workflows

 

Warum sind digitale Arbeitsplätze wichtig?

Die jüngste Corona-Pandemie hat deutlich vor Augen geführt, wie wichtig Lösungen für standortunabhängiges Arbeiten bei einer zunehmend verteilten Belegschaft sind. Darüber hinaus bevorzugen viele Mitarbeiter eine bestimmte Art von Gerät, mit dem sie eine bestimmte Aufgabe ausführen. Häufig nutzen sie im Laufe des Arbeitstags mehrere verschiedene Geräte.

Dieses Modell für standort-, geräte- und konnektivitätsunabhängiges Arbeiten erfordert einen digitalen Arbeitsplatz, der die zur Unterstützung einer Vielzahl unterschiedlicher Endpunkte notwendige Flexibilität bietet.

 

 

Vorteile eines digitalen Arbeitsplatzes

Wichtige Vorteile digitaler Arbeitsplätze für Mitarbeiter:

 

Höhere Mitarbeiterproduktivität: In einer kürzlich durchgeführten Stanford-Studie wurde festgestellt, dass Mitarbeiter im Homeoffice (WFH-Mitarbeiter) um 13 Prozent produktiver waren.

 

Geringere Mitarbeiterfluktuation: Aus derselben Stanford-Studie ging hervor, dass WFH-Mitarbeiter mit ihren Arbeitgebern zufriedener waren. Ihre Fluktuation ging im Vergleich zur Nicht-WFH-Gruppe um 50 Prozent zurück. Somit führt eine verbesserte Mitarbeitererfahrung direkt zu einer geringeren Fluktuation und trägt dazu bei, fähige Teammitglieder an das Unternehmen zu binden.

 

Engagierte Mitarbeiter: Mehr Engagement führt zu höherer Produktivität und einer besseren Mitarbeitererfahrung. Da keine spezifischen Anmeldungen für jede Anwendung mehr erforderlich sind und das bevorzugte Gerät des Mitarbeiters genutzt werden kann, nehmen Produktivität und Innovation zu. Digitale Arbeitsplätze leisten einen entscheidenden Beitrag, wichtige Fachkräfte in einer Zeit zu gewinnen und zu binden, in der viele Kompetenzen knapp sind.

 

Wichtige Vorteile digitaler Arbeitsplätze für Unternehmen:

 

Besserer Kundenservice und höhere Net Promoter-Bewertungen: Digitale Arbeitsplätze geben Mitarbeitern mit Kundenkontakt alle Tools an die Hand, die sie zur schnellen Lösung von Kundenproblemen benötigen. So wird eine bessere Mitarbeitererfahrung zu einer besseren Kundenerfahrung.

 

Technologieunabhängige Lösungen: Digitale Arbeitsplätze erleichtern die Einführung neuer Technologien On-Premises, in der Cloud und am Edge, ohne die Anwendererfahrung oder die Unternehmenssicherheit zu gefährden. Mit digitalen Arbeitsplätzen haben Anwender Zugriff auf jede Anwendung, ganz gleich, wo sie sich befindet. Web-, SaaS-, Cloud- und lokale Anwendungen werden alle als eine geschlossene Einheit verwaltet.

 

Mehr Sicherheit: Noch immer ringen die meisten Unternehmen mit der Entscheidung zwischen einfachem Zugriff und hoher Sicherheit. Da der Netzwerkperimeter nicht länger existiert, benötigen Mitarbeiter von überall aus Zugriff: im Homeoffice, im Café nebenan oder in der Lounge am Flughafen. Digitale Arbeitsplätze mit SSO verringern das Risiko von Eindringversuchen oder Datenverlust erheblich, da ein einziges Kennwort weniger Risiko für das Unternehmen bedeutet.

 

Die Sicherheit wird durch digitale Arbeitsplätze weiter verbessert, da sie der IT einen umfassenden Einblick in den gesamten Netzwerkdatenverkehr gewähren. Zu wissen, wo sich Anwender anmelden und auf welche Dateien mit welchen Geräten zugegriffen wird, trägt dazu bei, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und zu beseitigen, bevor Schaden entsteht, sei es durch Hacker oder Anwenderfehler. Tools wie rollenbasierte Zugriffskontrollen (Role-Based Access Control, RBAC) können die Sicherheit im gesamten Unternehmen zusätzlich verbessern.

 

Niedrigere Kosten: Cloud-basierte Software für digitale Arbeitsplätze reduziert den Bedarf an teuren On-Premises-Infrastrukturen.

 

 

Welche Anwendungsbereiche gibt es für digitale Arbeitsplätze?

Nahezu jedes Unternehmen kann von digitalen Arbeitsplätzen profitieren. Die nachstehend beschriebenen gängigen Anwendungsbereiche zeigen, wie digitale Arbeitsplätze ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Produktivität und Sicherheit schaffen:

 

Auftragnehmer und Geschäftspartner: Unternehmen setzen bei der Erreichung ihrer täglichen Business-Ziele zunehmend auf Auftragnehmer oder Geschäftspartner. Das Management externer Mitarbeiter kann sich jedoch schwierig gestalten, da die meisten von ihnen nicht im Unternehmensverzeichnis erfasst sind und daher keine eindeutigen Funktionen für sie definiert sind. Digitale Arbeitsplätze bieten einfachen und sicheren Zugriff für diese externen Mitarbeiter, die produktiv bleiben und unkompliziert mit Teammitgliedern des Unternehmens zusammenarbeiten können.

 

Remote-Mitarbeiter: Homeoffice wird auch in Zukunft einen festen Platz in Unternehmen haben. Selbst Mitarbeiter, die bisher an einen einzigen Standort gebunden waren, werden immer mobiler. Sie nutzen die Möglichkeiten, die die Technologie bietet, um in Cafés und an anderen Orten außerhalb des Büros oder ihres Zuhauses zu arbeiten. Digitale Arbeitsplätze stellen sicher, dass diese zunehmende Anzahl von mobilen und Remote-Mitarbeitern sicher, aber dennoch unkompliziert auf die Anwendungen und Daten zugreifen können, die sie für ihre Arbeit benötigen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um lokale Produktivitätsanwendungen, webbasierte Anwendungen oder SaaS-Anwendungen handelt. Digitale Arbeitsplätze nutzen auch den Kontext, in dem Mitarbeiter arbeiten, um Zugriff nur auf Anwendungen zu gewähren, die keine Beeinträchtigung für die Sicherheit kritischer Daten darstellen, die nach HIPAA, PCI DSS oder DSGVO geschützt werden müssen.

 

Sensible Daten und Anwendungen: Informationen, die ein Finanzgeschäft, ein Gerichtsverfahren oder einen Regelungsschutz betreffen, können sensibel sein und Geschäftsgeheimnisse oder geistiges Eigentum enthalten. Diese müssen immer geschützt werden. Digitale Arbeitsplätze stellen sicher, dass nur diejenigen Personen auf sensible Informationen zugreifen können, die diese kennen müssen. Darüber hinaus können alle Daten im Zusammenhang mit derartigen Transaktionen durchgängig verschlüsselt und so vor einer beabsichtigten oder versehentlichen Offenlegung geschützt werden.

 

Teams der Rechtsabteilung können digitale Arbeitsplätze als „Geschäftsräume“ nutzen. So erhalten nur diejenigen Personen uneingeschränkten Zugriff, die diesen benötigen. Alle werden werden ausgeschlossen.

 

 

Unterschied zwischen digitalem Arbeitsplatz und digitaler Arbeitsumgebung

Die Begriffe „digitaler Arbeitsplatz“ und „digitale Arbeitsumgebung“ werden oft synonym verwendet. Allerdings besteht ein erheblicher Bedeutungsunterschied.

 

Eine Arbeitsumgebung ist der physische Ort, an dem eine Person arbeitet. Dabei kann es sich um einen Büroraum handeln, in dem sich Kollegen treffen, Ideen entwickeln, zusammenarbeiten und sich miteinander unterhalten. Eine digitale Arbeitsumgebung ist die kollektive digitale Arbeitsumgebung, die ein Unternehmen für alle Mitarbeiter schafft. Mitarbeiter können sich in dieser Umgebung virtuell versammeln und zusammenarbeiten, insbesondere wenn die persönliche Zusammenarbeit durch Umstände wie die jüngste Corona-Pandemie nicht möglich ist.

 

Ein Arbeitsplatz ist der Ort, an dem sich eine Person während der Arbeit befindet. Das kann ein Büro sein, ein Stehpult in der häuslichen Umgebung, ein Co-Working-Standort oder eine Flughafen-Lounge unterwegs. Ein Arbeitsplatz ist für eine Person bestimmt, während eine Arbeitsumgebung für eine Gruppe von Personen gedacht ist.

 

In der digitalen Arbeitsumgebung eines Unternehmens können sich Remote- und/oder On-Premises-Mitarbeiter zur Zusammenarbeit treffen, auch wenn sie remote arbeiten. Digitale Arbeitsumgebungen bilden die digitale Strategie eines Unternehmens und sind oftmals das Ergebnis eines digitalen Transformationsprozesses.

 

Digitale Arbeitsplätze sind auch individuell. Sie enthalten alle Programme und Tools, die ein Mitarbeiter für seine Arbeit benötigt. Der digitale Arbeitsplatz umfasst die Endpunktplattformen – Laptops, Tablets und Smartphones – und erstreckt sich auf Kommunikationstools, Produktivitätssoftware, Kommunikations- und Konferenztools. Er ist in der Regel individuell für eine Person oder eine Funktion im Unternehmen ausgelegt und variiert oft von Person zu Person oder von Abteilung zu Abteilung.

 

Einige wichtige Unterschiede:

 

Digitale Arbeitsplätze sind fließend und verändern sich häufig. Digitale Arbeitsumgebungen sind meist statisch und im gesamten Unternehmen fest verankert. Die digitale Arbeitsumgebung ist in der Regel für alle Mitarbeiter gleich: Sie ist eine Plattform für Zusammenarbeit, obwohl entfernt voneinander gearbeitet wird. Digitale Arbeitsplätze hingegen sind auf individuelle Anforderungen zugeschnitten und ändern sich, wenn neue Tools im Unternehmen eingeführt werden, wenn sich Funktionen ändern oder neue Business-Prozesse entstehen.

 

Digitale Arbeitsumgebungen haben einen starken Einfluss auf die Entwicklung digitaler Arbeitsplätze. Da Mitarbeiter zunehmend digitale Arbeitsumgebungen nutzen, können sowohl Business-Anwender als auch die IT bestimmen, welche Bereiche des digitalen Arbeitsplatzes verbessert werden können, um die Zusammenarbeit zu optimieren. Neue Tools und Anwendungen können in den Arbeitsplatz eingebracht werden, um die Produktivität zu steigern, die Kommunikation zu unterstützen und die Anwendererfahrung zu verbessern.

 

Digitale Arbeitsumgebungen umfassen digitale Arbeitsplätze. Der digitale Arbeitsplatz ist der Ort, an dem eine Person ihrer täglichen Arbeit nachgeht. Die digitale Arbeitsumgebung stellt die Tools und die Kommunikationsinfrastruktur für die Zusammenarbeit verschiedener und verteilter Teams bereit. Neben den digitalen Arbeitsplätzen umfassen digitale Arbeitsumgebungen viele weitere Komponenten, z.B. erweiterte Analyseplattformen und Selfservice-HR-Systeme.

Digitaler Arbeitsplatz mit VMware – zugehörige Produkte, Lösungen und Ressourcen

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Das Dilemma von Mitarbeitererfahrung und standortunabhängigen Unternehmen

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