Übersicht

Die umfangreichen Computing-Ressourcen moderner physischer Serverhardware übersteigen in der Regel die technischen Möglichkeiten von Microsoft Exchange Server. So hat beispielsweise Microsoft Exchange Server 2019 eine maximale Prozessoranzahl (48) und Speichergröße (192 GB), ab der die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Performance-Vorteile zusätzlicher Ressourcen zurückgehen. Durch Virtualisierung auf vSphere Hypervisor können Organisationen die erforderlichen Computing-Ressourcen einem Exchange Server-Workload zuweisen, ohne überschüssige physische Computing-Ressourcen zu verschwenden oder unbeabsichtigt Performance-Einbußen aufgrund nicht nutzbarer Ressourcen hervorzurufen. Gewährleisten Sie die richtige Dimensionierung der Exchange-Infrastruktur und skalieren Sie Postfächer dynamisch, um höhere Lasten zu bewältigen. Maximieren Sie TCO und ROI durch optimale und effiziente Ressourcenauslastung.

Zweifache Performance Ihrer Exchange-Infrastruktur

Microsoft Exchange Server-Workloads erreichen auf VMware vSphere eine sehr gute Performance. Auf vSphere können Sie alle Exchange Server-Rollen einschließlich des Postfachservers zuverlässig mit mehr Performance als auf einem physischen Server ausführen. Alle virtuellen VMware vSphere-Maschinen können auf bis zu 128 vCPUs und 6 TB Arbeitsspeicher skaliert werden sowie mühelos die E/A-Anforderungen selbst der größten und anspruchsvollsten konfigurierbaren Exchange-Postfachserver unterstützen. Mit VMware vSphere können mehrere Postfächer horizontal auf größere Multicore-Server skaliert werden, um den Gesamtdurchsatz zu erhöhen.

Durch die richtige Dimensionierung eines Exchange-Postfachservers (oder einer beliebigen anderen Rolle) konnten wir zeigen, dass virtualisierte Exchange-Server ein vergleichbares (oder sogar besseres) Performance-Niveau mit weniger Computing-Ressourcen erreichen als typischerweise im Microsoft-Leitfaden „Bevorzugte Architektur“ empfohlen. Virtualisierte Exchange-Server auf der vSphere-Plattform profitieren stark von der überlegenen Ressourcenplanung, Effizienz und Redundanz des Hypervisors – wichtige Aspekte, die ausschlaggebend für die typische Zuweisung überschüssiger Computing- und Storage-Ressourcen sind, die üblicherweise für Implementierungen mit „Bevorzugter Architektur“ empfohlen werden.

Bessere Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery für Exchange

Maximieren Sie die Verfügbarkeit von Exchange, indem Sie die nativen Hochverfügbarkeitsfunktionen von Exchange Server (Database Availability Group – DAG) mit HA und DRS von VMware vSphere kombinieren.
Vereinfachen Sie die Disaster Recovery durch bessere Hardwarekompatibilität und weniger erforderliche physische Server am Recovery-Standort. Nutzen Sie mit VMware Site Recovery Manager (SRM) eine echte, vereinheitlichte und planbare Disaster Recovery-Lösung, die einfacher, schneller, besser und effizienter ist.

Umfassender Microsoft-Support für VMware vSphere

Microsoft unterstützt offiziell VMware vSphere, vMotion, HA und DRS in virtualisierten Exchange-Umgebungen. Führen Sie Windows Server- und Microsoft-Anwendungen aus und nutzen Sie den kooperativen Support von Microsoft und VMware. Sie erhalten das gleiche Ausmaß an Support wie für physische Server.

5- bis 10-fache Konsolidierung der Exchange-Infrastruktur

Virtualisierte Exchange-Infrastrukturen benötigen aufgrund der nativen Konsolidierungsvorteile der VMware vSphere-Plattform weniger physische Server. Da ein einzelner physischer Server nur eine Instanz eines Exchange Server-Workloads ausführen kann, können keine anderen Workloads auf demselben physischen Server platziert werden, selbst wenn mehr Ressourcen verfügbar sind, als von Exchange Server maximal genutzt werden können. Mit den nativen Funktionen von vSphere zur Ressourcenpartitionierung können Kunden mehr als eine Instanz einer Exchange Server-Rolle auf demselben physischen Server ausführen, wodurch weniger physische Server zur Unterstützung derselben Infrastruktur erforderlich sind. Dank der Konsolidierung mehrerer Exchange-Serverinstanzen auf gemeinsam genutzten physischen Servern brauchen Kunden keine bzw. weniger dedizierte Standby-Hosts für Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery bereitzustellen. Somit fallen weniger Kosten für Hardware an und dadurch auch weniger Kosten für Elektrizität, Kühlung und Management.

Funktionen

Unterstützung für die größten Exchange-Postfächer

Dank neuer Performance-Optimierungen bei VMware vSphere und Exchange können Sie selbst die größten Mailbox-Serverinstanzen mit der Gewissheit ausführen, dass die physische Performance erreicht oder übertroffen wird.

In den letzten Versionen von VMware vSphere wurde dessen Performance und Skalierbarkeit deutlich verbessert. Dank Verbesserungen wie den folgenden kann vSphere selbst anspruchsvollste Workloads bewältigen:

  • Die Skalierbarkeit der virtuellen Maschine wurde auf 128 vCPU und 6 TB Arbeitsspeicher erhöht (weit mehr als die maximal nutzbaren 192 GB und 48 CPUs eines einzelnen Exchange-Postfachserver-Workloads).
  • Während Exchange Server-Workloads mit jeder neuen Version niedrigere Anforderungen an die Festplatten-E/A haben, nehmen Storage-Effizienz, Performance und E/A-Durchsatz von VMware vSphere weiter exponentiell zu. Storage-Drittanbieter geben immer wieder an, auf ganzer Linie mehr als 1.000.000 IOPS an Durchsatz zu erreichen. Das alles bedeutet, dass VMware ESX E/A-intensive Anwendungen wie Exchange und große Datenbanken angemessen unterstützt.
  • VMware vSphere unterstützt 1-Gbit – 100-Gbit-Netzwerkkarten mit einer Gesamtdatenrate bis zu 400 Gbit/s (4 x 100-Gbit-Netzwerkkarte).

Heutzutage ist eine einzelne virtuelle Maschine mit 128 vCPUs größer als die von Microsoft empfohlenen Exchange Server 2019-Konfigurationen für einen einzelnen Postfachserver (48 Kerne oder vCPUs). Gleichzeitig enthält Microsoft Exchange Server 2019 Architektur- und Performance-Verbesserungen, die die E/A-Anforderungen im Vergleich zu allen früheren Versionen von Exchange Server deutlich reduzieren. Gemeinsam funktionieren dank dieser Performance-Steigerungen auch große, anspruchsvolle Postfachserver gut auf vSphere, ohne dass E/A-Engpässe oder andere Performance-Probleme auftreten.

 

Verdoppeln der Performance der Exchange-Infrastruktur

Steigern Sie die Performance Ihrer physischen Infrastruktur um mindestens 100 Prozent. Ein einziges Exchange-Postfach auf einem physischen Server ohne VMware ist beispielsweise auf bis zu 8.000 Postfächer für anspruchsvolle Nutzer skalierbar. Größere Server einzusetzen, ist nicht sinnvoll, da deren zusätzliche Kapazität nicht vom Postfach genutzt werden kann.

Mit VMware können Exchange-Postfächer horizontal auf mehrere kleinere virtuelle Maschinen skaliert werden, um den Durchsatz des physischen Servers zu steigern. Wir haben demonstriert, dass Exchange mit diesem Ansatz horizontal auf 8 virtuelle Maschinen skaliert werden kann, die jeweils 2.000 anspruchsvolle Postfachanwender unterstützen, sodass ein Server mit 16 Kernen für 16.000 Anwender ausreicht.

Garantierte Verfügbarkeit ohne komplexes Microsoft-Clustering

Mit VMware Fault Tolerance, VMware High Availability, vMotion und Site Recovery Manager realisieren Sie einfach und kostengünstig Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery für alle Exchange-Serverrollen. Die Notwendigkeit für komplexe Clustering-Lösungen von Microsoft und dedizierte Standby-Server entfällt. Alternativ kann Microsoft-Clustering auch auf vSphere in Kombination mit den vSphere-Verfügbarkeitslösungen ausgeführt werden, um erstklassige Verfügbarkeit zu garantieren. Dank VMware vMotion entfallen geplante Ausfallzeiten für Hardwarewartung. Verlagern Sie Ihre virtuellen Exchange-Maschinen während der Wartung einfach per vMotion auf einen anderen physischen Host, sodass die Serviceverfügbarkeit nicht beeinträchtigt wird. 

Durch VMware Fault Tolerance oder VMware High Availability werden alle Exchange-Serverrollen vor Hardwareausfällen und Betriebssystemproblemen geschützt. VMware FT garantiert bei Hardwareausfällen durchgängige Verfügbarkeit ohne Datenverlust, während VMware HA die virtuellen Maschinen automatisch in Minutenschnelle auf einem anderen Host neu startet. 

Mit den Disaster Recovery-Lösungen und Site Recovery Manager von VMware können Sie einen einfachen, automatisierten Disaster Recovery-Plan implementieren. Virtuelle Maschinen, einschließlich vollständiger Exchange-Bereitstellungen, können ohne dedizierte Standby-Hardware an einem sekundären Standort repliziert und wiederhergestellt werden. 

Die Kombination von Microsoft-Clustering mit Verfügbarkeitslösungen von VMware bietet kontinuierliche anwendungsorientierte Verfügbarkeit als zusätzliche Schutzmaßnahme für maximale Betriebszeit. 

Exchange dynamisch skalieren, um Service-Level zu erfüllen

Die Dimensionierung von Exchange-Infrastruktur ist meist ein schwieriger Kompromiss: Es muss ausreichende Kapazität für die Zukunft bereitgestellt werden, jedoch dürfen die Kosten nicht außer Kontrolle geraten. Mit vSphere können sie virtuelle Maschinen optimal für die aktuellen Anforderungen dimensionieren und zukünftig je nach Bedarf dynamisch skalieren. 

  • Verwenden Sie zunächst Konfigurationen mit geringer CPU- und Arbeitsspeicherkapazität.
  • Verwenden Sie vCenter CapacityIQ, um die Dimensionierung dem aktuellen Bedarf anzupassen.
  • Wenn die Kapazität eines Hosts nicht mehr ausreicht, löst VMware DRS automatisch die Verlagerung der Exchange-VMs mittels vMotion auf einen anderen Host mit angemessenen Ressourcen aus.
  • CPU-, Arbeitsspeicher- oder Festplattenkapazität kann im laufenden Betrieb hinzugefügt werden, um die Service-Level für Exchange-Postfächer zu erfüllen.

Schnellere Bereitstellung neuer E-Mail-Services

Die Bereitstellung neuer E-Mail-Services erfordert oft monatelange Vorbereitung, um die benötigte Hardware zu beschaffen und zu installieren, das Betriebssystem bereitzustellen und zu konfigurieren sowie schließlich die Anwendung zu konfigurieren. Dieser manuelle Prozess ist nicht nur langsam, sondern auch fehleranfällig und kann zu Konfigurationsfehlern und Ausfallzeiten führen.

Mit vSphere können Sie eine vApp-Bibliothek erstellen, die bedarfsorientiert innerhalb von Minuten auf Ihrer existierenden virtuellen Infrastruktur bereitgestellt werden kann. Beispielsweise kann die Vorlaufzeit für die Bereitstellung von BlackBerry Enterprise Server mithilfe von virtuellen Appliances von Wochen auf Minuten reduziert werden.

Ihre komplexen E-Mail-Anwendungen können mit minimalem Risiko von Veränderungen schnell getestet und Fehler behoben werden. Verwenden Sie vCenter-Snapshots und Klone, um Ihre vApps zu reproduzieren, und kapseln Sie dabei vollständige Multi-Tier-Anwendungen in Minutenschnelle im Lab ein. Testen Sie Ihre Anwendungsänderungen im Kontext der zugehörigen Anwendungs-Tiers und mit einer exakten Kopie Ihrer Produktionskonfiguration, um das Fehlerrisiko zu minimieren. Anwendungen müssen nicht länger manuell für jeden Testzyklus bereitgestellt werden. 

Support

Microsoft unterstützt offiziell auf VMware ESX ausgeführte Versionen von Windows Server und Server-Produkte. Dazu gehören Windows Server 2000 SP4, Windows Server 2003 SP2 oder höher und Windows Server 2008 sowie spezielle vom Betriebssystem bereitgestellte Funktionen wie Active Directory oder File Services. Zu den unterstützten wesentlichen Anwendungen zählen Microsoft Exchange, SQL Server und SharePoint Server. Microsoft hat eine vollständige Liste unterstützter Anwendungen veröffentlicht, die fortlaufend aktualisiert wird. Die unterstützten ESX-Konfigurationen werden ebenfalls aufgeführt.

VMware ESX war der erste Hypervisor, der im Rahmen des Microsoft Virtualization Validation Program (SVVP) validiert wurde. Kunden mit Windows Server- und Microsoft-Anwendungen profitieren dabei von kooperativem Microsoft- und VMware-Support. Kunden können Exchange nun auf VMware ausführen und sicher sein, dass sie den benötigten Support erhalten. 

Microsoft führt vMotion-freundliche Lizenzierung ein

Die Microsoft-Lizenzierung wurde kürzlich geändert, sodass Kunden Lizenzen zwischen physischen Servern beliebig oft neu zuweisen können. Bisher konnten Lizenzen nur alle 90 Tage neu vergeben werden, was die Vorteile von vMotion einschränkte. Das neue flexible Lizenzierungsmodell ermöglicht die effiziente Nutzung von vMotion für Windows Server und gängige Anwendungen, einschließlich Exchange, SQL Server und SharePoint Server. 

Nicht SVVP-validierte Konfigurationen

Was passiert, wenn Sie eine nicht SVVP-validierte Konfiguration von ESX- und Microsoft-Produkten ausführen? Kunden teilen uns regelmäßig mit, dass sie weiterhin die Vorteile des Microsoft-Supports genießen. Die Support-Optionen variieren jedoch, je nachdem, wie Kunden die VMware- und Microsoft-Produkte erwerben.

Nachfolgend werden häufige Szenarien aufgeführt:

Szenario 1: VMware-Software wurde ursprünglich über einen Server-OEM erworben

Serverhändler wie Dell, Fujitsu, Fujitsu-Siemens, HP, IBM und Unisys bieten umfassenden Support für Microsoft-Software, die auf ihren Servern ausgeführt wird, und für VMware, wenn VMware-Produkte zusammen mit der Serverhardware erworben wurden und dafür ein gültiger Support-Vertrag mit dem Serverhändler besteht. Dadurch erhalten Kunden im Problemfall über den Serverhändler Support aus einer Hand. Weitere Informationen finden Sie unter Support für Microsoft-Software in virtuellen Maschinen von VMware.

Szenario 2: VMware-Software wurde ursprünglich direkt bei VMware oder bei einem autorisierten VMware-Händler erworben und der Kunde verfügt über eine Microsoft Premier-Support-Vereinbarung

Microsoft erklärt, „wirtschaftlich vertretbare Anstrengungen“ zu unternehmen, um seine Produkte auf virtuellen Maschinen von VMware zu unterstützen. Kunden teilen uns regelmäßig mit, dass die wirtschaftlich vertretbaren Anstrengungen von Microsoft effektiv und angemessen sind, um den Betrieb wie geplant aufrechtzuerhalten. In den Außendienst- und Vertriebsorganisationen von Microsoft herrscht unter Umständen Unklarheit über den Umfang der zu erbringenden Support-Leistungen. In einigen Fällen werden Kunden möglicherweise feststellen, dass „wirtschaftlich vertretbare Anstrengungen“ ihre Erwartungen nicht erfüllen. Im Allgemeinen bietet Microsoft Großkunden jedoch hervorragenden Support für Produkte, die auf VMware ausgeführt werden. Die Microsoft-Richtlinie besagt, dass die Support-Spezialisten von Microsoft nach Ausschöpfung ihrer Möglichkeiten zur weiteren Untersuchung verlangen können, dass Kunden das Problem auf einem physischen Computer replizieren. Weitere Details finden Sie im Microsoft KB-Artikel 897615.

Szenario 3: VMware-Software wurde ursprünglich direkt bei VMware oder bei einem autorisierten VMware-Händler erworben, und der Kunde verfügt nicht über eine Microsoft Premier-Support-Vereinbarung

Der Microsoft-Support für diese Kunden kann eingeschränkter sein. Bevor Support gewährt wird, können Microsoft-Spezialisten verlangen, dass der Kunde das Problem zunächst gemäß Microsoft KB-Artikel 897615 auf einer physischen Maschine repliziert. 

Partnerservices


Partner-Community für die Virtualisierung von Exchange

Exchange zu virtualisieren, kann sehr einfach sein. Viele Kunden von VMware stellen Exchange auf vSphere ebenso bereit, wie sie es auch auf physischer Infrastruktur tun würden. vSphere bietet allerdings auch viele neue Optionen und Funktionen zur Optimierung des Exchange-Betriebs. Kunden können beispielsweise VMware High Availability nutzen, um Microsoft-Clustering zu ersetzen oder zu ergänzen, und Postfachserver können horizontal auf kleinere und effizientere virtuelle Maschinen skaliert werden.

Viele Kunden wenden sich an VMware, um ihre vSphere-basierten Exchange-Umgebungen mit Expertenhilfe zu optimieren. Um diesen Bedarf zu decken, hat VMware eine Partner-Community aufgebaut, die auf die Virtualisierung von Exchange mit VMware-Lösungen spezialisiert ist. In enger Zusammenarbeit mit dieser Community entwickelt VMware Best Practices, die in Kundenprojekten zum Einsatz kommen. Mithilfe der einzigartigen Expertise dieser Community können Sie Ihre vSphere-basierte Exchange-Umgebung von der anfänglichen Konzipierung bis hin zur vollständigen Produktionsimplementierung optimieren.

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