Data Protection Manager

 

vSphere Data Protection ist eine Backup- und Recovery-Lösung für vSphere Umgebungen. Auf Basis von EMC Avamar bietet sie agentenlose Backups auf der Image-Ebene von virtuellen Maschinen auf Festplatte. Zudem gewährleistet die Lösung anwendungsorientierten Schutz geschäftskritischer Microsoft-Anwendungen (Exchange, SQL Server, SharePoint) sowie effiziente, verschlüsselte WAN-basierte Backup-Datenreplikation. vSphere Data Protection ist in vCenter Server und vSphere Web Client voll integriert.

VMware vSphere Data Protection EOA Alert

VMware kündigt das Ende der Verfügbarkeit von VMware vSphere Data Protection (VDP) bei künftigen Versionen von vSphere an. VMware vSphere 6.5 ist das letzte Release mit dem VDP-Produkt. Alle vorhandenen Installationen von vSphere Data Protection mit aktivem Support- und Wartungsvertrag (SnS) werden bis zum Ende des allgemeinen Supports (EOGS) weiterhin unterstützt. Weitere Informationen finden Sie im KB-Artikel und in den FAQs.

Effizienz von Backup und Recovery

Schützen Sie virtuelle Maschinen und geschäftskritische Anwendungen zuverlässig. Minimieren Sie Backup-Fenster und Storage-Nutzung, um Kosten für die Backup-Infrastruktur zu senken. Hauptfunktionen:

  • Deduplizierung mit variabler Länge: Im Vergleich zur Deduplizierung mit fester Länge werden damit sehr hohe Deduplizierungsraten und um bis zu 75 Prozent niedrigerer Bedarf an Backup-Storage gewährleistet. Deduplizierung wird für alle virtuellen Maschinen durchgeführt, die von derselben virtuellen Appliance gesichert werden.
  • Anwendungsorientierte Backups: Damit werden anwendungskonsistente Backups und detaillierte Recovery sichergestellt. Mithilfe eines schlanken In-Guest-Agent werden Backups auf Anwendungsebene für Microsoft Exchange, Microsoft SharePoint und Microsoft SQL Server durchgeführt.
  • Integration in EMC Data Domain-Systeme: Die Skalierbarkeit wird durch Datensicherung in einem Data Domain-System gesteigert, die Backup-Effizienz durch DD Boost-Software.
  • Automatisierte Backup-Überprüfung: Mit dieser Funktion können Sie die Integrität von Backups über geplante, automatisierte Wiederherstellungen virtueller Maschinen testen.

vSphere Data Protection

Bereitstellen von VDP als virtuelle Appliance

Schnelle, kalkulierbare Recovery

Wesentliche Funktionen:

  • Recovery in einem Schritt: Diese Funktion ermöglicht einfaches Durchsuchen von Wiederherstellungspunkten für die Recovery von virtuellen Maschinen in einem Schritt über synthetische vollständige Backups.
  • Geänderte Blockwiederherstellung: Damit wird die Recovery-Zeit im Vergleich zur vollständigen Image-Wiederherstellung reduziert, da nur die geänderten Blöcke der virtuellen Maschinen wiederhergestellt werden.
  • WAN-effiziente, verschlüsselte Backup-Datenreplikation: Dank Deduplizierung mit variabler Länge, Komprimierung und Verschlüsselung werden Backups für die WAN-Übertragung optimiert.
  • Direct-to-Host-Notfallwiederherstellung: Mithilfe dieser Funktion wird eine virtuelle Maschine direkt auf einem vSphere-Host wiederhergestellt, auch wenn vCenter Server offline ist.

Anwenderfreundlichkeit

vSphere Data Protection wurde für die Virtualisierungs- und Verwaltungsfunktionen der vSphere-Plattform entwickelt. Optimieren Sie Backup-Vorgänge, indem Sie Backups über den vSphere Web Client konfigurieren und verwalten. Wesentliche Eigenschaften:

  • Linux-basierte virtuelle Appliance: vereinfacht die Installation und Konfiguration von Backups.
  • Assistentengesteuerte Backup-Richtlinien: weisen Backup-Aufgaben einzelnen virtuellen Maschinen oder größeren Containern, wie einem Cluster oder Ressourcenpool, mit spezifischen Zeitplänen und Aufbewahrungsrichtlinien zu.
  • Self-Service Recovery auf Dateiebene: zur Wiederherstellung einzelner Dateien und Ordner durch Administratoren von Gastbetriebssystemen.
  • vSphere Web Client Integration: bietet End-to-End-Backup-Management über den vSphere Web Client.

Technische Details 

vSphere Data Protection kann in Datastores von Virtual Machine File System (VMFS), Network File System (NFS) und Virtual SAN bereitgestellt werden. Das Management von vSphere Data Protection erfolgt über vSphere Web Client. vSphere Data Protection wird je nach Backup-Datenkapazität der Appliance als virtuelle Appliance mit vier Prozessoren (vCPUs) und mindestens 4 GB Arbeitsspeicher bereitgestellt. Es sind mehrere Konfigurationen für die Backup-Datenkapazität verfügbar: von 0,5 TB bis 8 TB pro vSphere Data Protection-Appliance. Die Kapazitätsanforderungen richten sich nach der Anzahl der geschützten virtuellen Maschinen, den Datenmengen, den Aufbewahrungsfristen der gesicherten Daten und den Datenänderungsraten, die alle erheblich variieren können.

 

Backup auf Image-Ebene

vSphere Data Protection (VDP) erstellt Backups auf Image-Ebene (gesamte virtuelle Maschine). Die VDP-Appliance kommuniziert mit vCenter Server, um einen Snapshot der VMDK-Dateien einer virtuellen Maschine zu erstellen. Die Deduplizierung erfolgt innerhalb der VDP-Appliance. Jede VDP-Appliance kann gleichzeitig bis zu 8 virtuelle Maschinen sichern, wenn der interne Proxy verwendet wird, und bis zu 24 virtuelle Maschinen, wenn externe Proxys bereitgestellt werden.

Um eine Backup-Aufgabe zu erstellen und zu bearbeiten, verwenden Sie die Registerkarte „Backup“ in der vSphere Data Protection-Oberfläche im vSphere Web Client. Für Backups können einzelne VMs und Container – wie Rechenzentren, Cluster und Ressourcenpools – ausgewählt werden. Bei Containern werden alle virtuellen Maschinen gesichert, die sich zum Zeitpunkt der Aufgabenausführung darin befinden. Virtuelle Maschinen, die anschließend dem Container hinzugefügt werden, werden bei der nächsten Aufgabenausführung berücksichtigt. Ebenso werden diejenigen, die aus dem Container entfernt wurden, nicht mehr in Backup-Aufgaben einbezogen. Backup-Aufgaben können täglich, wöchentlich oder monatlich ausgeführt werden. Sie können auch manuelle Backups durchführen.

 

Wiederherstellung durch Nachverfolgung geänderter Blöcke (CBT)

vSphere Data Protection nutzt bei Backups auf Image-Ebene die Nachverfolgung geänderter Blöcke (Changed Block Tracking, CBT). CBT wird in einigen Fällen auch für Wiederherstellungen auf Image-Ebene verwendet, um Geschwindigkeit und Effizienz zu verbessern. vSphere Data Protection wertet den Workload zwischen beiden Wiederherstellungsmethoden automatisch aus: Entweder werden alle Blöcke wiederhergestellt oder nur die geänderten Blöcke berechnet und wiederhergestellt. Dabei wird die jeweils effizienteste Methode angewendet.

Virtuelle Maschinen können an einem anderen Speicherort wiederhergestellt bzw. im Rahmen der Wiederherstellung umbenannt werden. CBT wird nicht verwendet, wenn eine virtuelle Maschine an einem alternativen Speicherort wiederhergestellt wird.

Erstellen und Bearbeiten von Backup-Aufgaben auf Image-Ebene

Erstellen und Bearbeiten von Backup-Aufgaben

Wiederherstellung durch Nachverfolgung geänderter Blöcke (CBT)

Backup/Wiederherstellung