Funktionsübersicht

VMware vSphere 5.5 ist das neueste Release der branchenweit führenden Virtualisierungsplattform von VMware. Bei VMware vSphere – nach der zugrunde liegenden Hypervisor-Architektur auch ESXi genannt – handelt es sich um einen hochmodernen Bare-Metal-Hypervisor, der direkt auf dem physischen Server installiert wird und diesen in mehrere virtuelle Maschinen partitioniert. Die virtuellen Maschinen nutzen dieselben physischen Ressourcen und können gleichzeitig ausgeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Hypervisoren werden alle Managementfunktionen von vSphere über Remote-Managementtools bereitgestellt. Da es kein zugrunde liegendes Betriebssystem gibt, nimmt die Installation weniger als 150 MB in Anspruch.

Verbesserte Zuverlässigkeit und Sicherheit

Das Befehlszeilenmanagement in der Bare-Metal-Hypervisor-Architektur von ESXi basiert nicht mehr auf einer Servicekonsole. Durch das Verschieben der Managementfunktionen in den VMkernel nimmt der VMware vSphere ESXi-Hypervisor insgesamt statt 2 GB nur noch 150 MB in Anspruch. Durch eine kleinere Angriffsfläche für Malware und vom Netzwerk ausgehende Bedrohungen ist Ihre vSphere-Umgebung bedeutend sicherer und zuverlässiger.

Optimierte Bereitstellung und Konfiguration

Da die ESXi-Architektur weniger Konfigurationsoptionen sowie eine einfachere Bereitstellung und Konfiguration aufweist, lässt sich eine konsistente virtuelle Infrastruktur problemlos warten.

Reduzierter Management-Overhead

VMware vSphere ESXi setzt einen „agentenlosen“ Ansatz im Hinblick auf Hardware-Überwachung und Systemmanagement mit einem API-basierten Partnerintegrationsmodell ein. Managementaufgaben befinden sich auf Remote-Befehlszeilen mit der vSphere-Befehlszeilenschnittstelle (vCLI) und PowerCLI. PowerCLI nutzt Windows PowerShell-Cmdlets und Skripts für automatisiertes Management.

Vereinfachte Installation von Hypervisor-Patches und -Updates

Aufgrund der geringeren Größe und der begrenzten Anzahl von Komponenten erfordert VMware ESXi weniger Patches als der Vorgänger ESX. Aufgrund der geringeren Anzahl von Patches gibt es weniger geplante und insgesamt kleinere Wartungsfenster. Während seiner Lebensdauer benötigt ESXi etwa zehnmal weniger Patches als die ESX-Servicekonsole.

Technische Details

Verbesserte Sicherheit

Für die Verwendung von ESXi Shell ist kein gemeinsam genutztes Root-Konto mehr erforderlich. Lokale Anwender, denen Administratorrechte zugewiesen werden, haben automatisch vollständigen Zugriff auf die Shell. Sie müssen nicht den Befehl „su“ nutzen, um Befehle als Root-Benutzer ausführen zu können.

Umfassende Protokollierung und Prüfung

In vSphere 5.5 werden alle Anwenderaktivitäten aus der Shell und der Direct Console User Interface unter dem Konto des Anwenders protokolliert. Durch diese Protokollierung wird die Verantwortlichkeit der Anwender sichergestellt und Anwenderaktivitäten können leichter geprüft werden.

Verbesserungen bei vMotion

Die Live-Migration einer virtuellen Maschine ermöglicht Ihnen vMotion und Storage vMotion in einem Vorgang zusammenzuführen. Bei Implementierungen in kleinen virtuellen Infrastrukturen bedeutet die kombinierte vMotion-Migration, dass die gesamte virtuelle Maschine (Arbeitsspeicher, CPU und Festplatte) von einem Host auf einen anderen verschoben wird. In größeren Umgebungen bedeuten Verbesserungen bei vMotion, dass Sie eine Live-Migration vollständiger virtueller Maschinen von einem Cluster auf einen anderen durchführen können, auch wenn diese Cluster über keinen gemeinsamen Storage verfügen.

Neue virtuelle Hardware

In vSphere 5.5 wurde mit der Hardwareversion 10 eine neue Generation virtueller Hardware für virtuelle Maschinen eingeführt. Diese umfasst die folgenden Funktionen:

  • Virtuelle Maschinen können jetzt bis zu 64 virtuelle CPUs unterstützen.
  • Virtuelle Maschinen können bis zu 1 TB RAM unterstützen.
  • Das neue Advanced Host Controller Interface (AHCI) unterstützt bis zu 120 Geräte pro virtuelle Maschine.
  • Die maximale VMDK-Größe wurde auf 62 TB erhöht.
  • Die Rückgewinnung von Storage für Gastbetriebssysteme gibt Festplattenspeicher an den Storage-Pool zurück, wenn die Zuweisung innerhalb des Gastbetriebssystems aufgehoben wird.
  • Dadurch, dass mehr Informationen über die Host-CPU-Architektur an virtuelle Maschinen weitergegeben werden, ist eine optimierte CPU-Virtualisierung möglich. Diese verbesserte CPU-Offenlegung ermöglicht besseres Debugging und Optimieren sowie eine bessere Fehlerbehebung für Betriebssysteme und Anwendungen innerhalb der virtuellen Maschine.

Integration von Active Directory

Sie können vSphere-Hosts zu Ihrer Active Directory-Domäne hinzufügen. Nach dem Hinzufügen führt Active Directory eine Anwenderauthentifizierung durch und Anwenderkonten müssen nicht mehr auf jedem Host erstellt werden.

Zentrales Management des Host-Images und Konfiguration über Auto Deploy

Durch Kombination von Hostprofilen, Image Builder und PXE vereinfacht vSphere Auto Deploy Hostinstallationen und -Upgrades. Alle vSphere-Host-Images werden zentral in der Auto Deploy-Bibliothek gespeichert. Administratoren können neue Hosts basierend auf anwenderdefinierten Regeln automatisch bereitstellen und Neuerstellungen von Hosts gestalten sich so einfach wie ein Neustart.

Zustandsfreie Firewall

vSphere ESXi umfasst jetzt eine serviceorientierte und zustandsfreie Firewall, die sich über vSphere Client oder über die Befehlszeile mit ESXCLI konfigurieren lässt. Die neue Firewall-Engine kommt ohne IPTABLES aus und ermöglicht Administratoren die Festlegung von Portregeln für Services. Außerdem können Sie IP-Adressbereiche oder einzelne IP-Adressen angeben, die eine Verbindung zu Hostservices herstellen können.

Weitere Informationen zum vSphere ESXi-Hypervisor finden Sie im Info Center für ESXi.