Was bedeutet Cloud-Ökonomie?


Cloud-Ökonomie ist die Untersuchung der Kosten und Vorteile von Cloud Computing und der zugrunde liegenden wirtschaftlichen Prinzipien. Als Disziplin untersucht sie Schlüsselfragen für Unternehmen: Wie hoch ist der Return on Investment (ROI) einer Migration in die Cloud oder eines Wechsels aktueller Cloud-Anbieter? Und wie hoch sind die Gesamtbetriebskosten (TCO) einer Cloud-Lösung im Vergleich zu einer herkömmlichen On-Premise-Lösung? 

Wenn einzelne Unternehmen die Ökonomie des Cloud Computing verstehen, können sie ihre Investitionen optimieren und den größten Nutzen für ihre Unternehmen erzielen.

 

 

 

 

Forrester Economic – Total Economic Impact-Studie: VMware Cloud on AWS

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Welche wirtschaftlichen Vorteile bietet die Cloud?

Die Cloud-Ökonomie umfasst zwei Hauptprinzipien: Skaleneffekte und globale Reichweite. Durch Skaleneffekte sparen Cloud-Anbieter Unternehmen Geld, da die Cloud-Anbieter Computing-Ressourcen in großen Mengen zu geringeren Kosten kaufen. Wenn Unternehmen diese gemeinsam genutzten Ressourcen nutzen, vermeiden sie die erheblichen Investitionskosten für den Kauf ihrer eigenen teuren Infrastruktur. Und mit einem nutzungsabhängigen Preismodell zahlen Unternehmen nur für die Ressourcen, die sie aktiv nutzen, und skalieren diese nach Bedarf.

 

Durch die globale Reichweite von Cloud Computing werden ebenfalls erhebliche Einsparungen erzielt. Wenn Server nicht mehr On-Premises untergebracht werden müssen – sie können sich überall auf der Welt befinden und der Zugriff ist von überall aus möglich – können Unternehmen die Personalkosten drastisch senken. Ihre IT-Teams müssen keine Zeit mehr für das Bereitstellen und Warten komplexer Hardware vor Ort aufwenden.

 

Durch die Bereitstellung einer einheitlichen Infrastruktur und konsistenter Abläufe in allen IT-Umgebungen können IT-Teams zusätzliche betriebliche Einsparungen erzielen sowie Komplexität und IT-Silos reduzieren. 

 

Neben der enormen Effizienz und Kosteneinsparung durch Cloud Computing gibt es noch einen weiteren wirtschaftlichen Vorteil: geschäftliche Agilität. Unternehmen, die Cloud Computing-Ressourcen nutzen, können Anwendungen schneller bereitstellen und Speicher- und Computing-Leistung bedarfsorientiert erhöhen. Diese IT-Agilität ermöglicht es Unternehmen, schneller auf Marktveränderungen und Kundenanforderungen zu reagieren, was zu einem schnelleren Umsatzwachstum führt.

 

 

Business Case für Cloud-Ökonomie

Vor dem Sprung in die Cloud sollten Unternehmen die wirtschaftlichen Vor- und Nachteile genau analysieren und sich ein detailliertes Bild von konkreten Kosten und Einsparungen machen. Wird es langfristige Einsparungen und Effizienzsteigerungen geben? Die Antworten variieren je nach den organisatorischen Anforderungen und Umständen sowie der in Betracht gezogenen Cloud-Lösung. Das Ziel besteht darin, eine Strategie für die Cloud-Einführung zu vermeiden, die Kosten, Komplexität und Personalbedarf in die Höhe treibt.

 

Bei der Untersuchung der Cloud-Ökonomie für ihr Unternehmen können IT- und Finanzmanager anhand eines grundlegenden Prozesses ROI und TCO für Cloud Computing bestimmen und Argumente gegenüber Führungskräften mit diesen Schätzwerten stärken. Der Prozess muss die folgenden drei Elemente beinhalten:

 

  • Benchmarking: Berechnen Sie die Betriebskosten Ihres aktuellen Rechenzentrums, einschließlich der Kapitalkosten für die Gerätelebensdauer, der Personalkosten und aller anderen Wartungs- und Betriebskosten, von Lizenzen und Software bis hin zu Ersatzteilen.
  • Cloud-Kosten: Schätzen Sie die Kosten der Cloud-Infrastruktur, die Sie in Betracht ziehen (Public CloudPrivate Cloud, Hybrid Cloud usw.). Holen Sie ein Angebot Ihres Anbieters ein, aber berücksichtigen Sie neben dieser grundlegenden Preisstruktur laufende Gebühren, Arbeits- und Schulungskosten, laufende Integration und Tests von Anwendungen sowie Sicherheit und Compliance.
  • Migrationskosten: Ermitteln Sie die Kosten für die Migration der IT-Abläufe in die Cloud oder den Wechsel des Cloud-Anbieters. Zu diesen Kosten zählen auch Arbeitsaufwand und Kosten für die Integration und das Testen von Anwendungen.

Anhand konkreter Zahlen können IT-Manager die TCO verschiedener Cloud-Architekturen und Szenarien vergleichen. Auf diese Weise haben sie stärkere Argumente für den geschäftlichen Nutzen des Umstiegs auf die Cloud gegenüber den Entscheidungsträgern in ihrem Unternehmen. 

 

 

Was die IT über Cloud-Ökonomie wissen muss

Durch Untersuchung der Cloud-Ökonomie im Cloud Computing können IT-Teams ein weitaus differenzierteres Verständnis ihrer Kapital- und Betriebskosten entwickeln. Neben den reinen Zahlen sollten sie jedoch auch berücksichtigen, wie Cloud Computing die Produktivität von Entwicklern und Technikern fördern und unterstützen kann. Cloud-Ökonomie geht über das reine Senken der Cloud Computing-Kosten hinaus. Es geht vielmehr darum, Geschäftsziele durch höhere Geschwindigkeit und mehr Agilität zu erreichen. Der Blick für das große Ganze erleichtert es IT-Teams, die beste Cloud-Lösung für ihre Anforderungen auszuwählen.

 

IT-Teams müssen ihre Entscheidungen hinsichtlich der Cloud-Ökonomie objektiv treffen und sich dabei grundlegender Regeln der Verhaltensökonomik bewusst sein. Eine Reihe potenzieller Vorurteile und blinder Flecken kann sich negativ auf ihre Entscheidungsfindung auswirken:

 

  • Blinder Fleck „Selbstüberschätzung“: Zu hohe Bewertung des eigenen Verständnisses für Kosten und Projektzeitpläne.
  • Blinder Fleck „Aktualität“: Entscheidungen nüchtern erwägen, anstatt sich von der neuesten Technologie hinreißen zu lassen.
  • Blinder Fleck „Bestätigung“: Bereits vorhandene Vorstellungen oder falsche Überzeugungen beeinträchtigen die objektive Überprüfung der Informationen.
  • Blinder Fleck „Refactoring und Nacharbeit“: Der Zeit- und Kostenaufwand für das Refactoring von Anwendungen für die Ausführung in der Cloud wird unterschätzt.
  • Blinder Fleck „Fortbildung“: Die Kosten für das Fortbilden oder Einsetzen mehrerer Operations-Teams werden übersehen.
  • Blinder Fleck „Betriebskosten“: Die Kosten der gesamten Cloud-Struktur werden außer Acht gelassen, z.B. Anbietergebühren für Daten-Egress.  

Weitere Informationen finden Sie im Blog-Beitrag „Verhaltensmuster und Vorurteile – Cloud-Ökonomie verständlich erklärt“.

 

 

Was ist ein Cloud-Ökonom?

Ein Cloud-Ökonom ist ein Experte für Cloud-Ökonomie: Prinzipien, Kosten und Nutzen. Cloud-Ökonomen helfen Unternehmen, Kosten und Einsparungen einer neuen Cloud-Lösung vorherzusagen. Die von einem Cloud-Ökonomen erstellte TCO-Analyse für einen Business Case kann eine Entscheidungsgrundlage von unschätzbarem Wert sein.

 

Die Zusammenarbeit mit einem Cloud-Ökonomen beginnt in der Regel mit einer Kundenanalyse, durch die er Ihre Geschäftsziele sowie Problembereiche und Herausforderungen der IT kennenlernt. Als Nächstes erstellt er ein Finanzmodell, das auf Ihren realen Daten und Branchen-Benchmarks basiert.

 

In einer abschließenden TCO- und ROI-Präsentation vergleicht er Cloud-Lösungen im Hinblick auf Preisstrukturen, Kosten und Einsparungen (einschließlich Kapitalkosten im Vergleich zu Betriebskosten) und Geschäftsbereichsauswirkungen, spricht Empfehlungen aus und schlägt nächste Schritte vor.

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